Good morning Vietnam! THE SPIRIT presents new illustrator Nga Pham

Berlin/Ho Chi Minh City, June 14th, 2010: SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM (SPIRIT - A SMILE IN THE STORM) www.spirit-fanzine.de has a new illustrator. The 24 years old graduaded business student Pham Thi Thiên Nga lives in Vietnam and loves soccer. See here her first painting of 2010 FIFA World Cup South Africa in Manga Disney Style! One of the photos shows Nga (who calls herself Milan!) holding a picture of THE SPIRIT. After learning English and French she will start to learn German and maybe study in Berlin: You are wellcome, Sugar!
 

 


Master of Dynamic Interplay: THE SPIRIT meets Star Conductor Valery Gergiev

Hannover, 17. Mai 2010: Eine Bilderbuch-Karriere, die in Zeiten von Glasnost und Perestroika noch rasant an Fahrt gewann. Mit 23 Jahren siegte der am 2. Mai 1953 in Moskau als Waleri Abissalowitsch Gergijew geborene Sohn einer aus der Kaukasus-Republik Nord-Ossetien stammenden Familie im Herbert-von-Karajan-Dirigenten-Wettbewerb in Berlin. Von 1981 bis 1985 war er Leiter des Armenischen Staatsorchesters. 1988 avancierte Valery Gergiev (THE SPIRIT hält sich fortan an die international bewährte englische Schreibweise des Namens) zum Künstlerischer Leiter der Kirov-Oper. Seit 1996 ist er Intendant des seit der politischen Wende wieder zurückbenannten Mariinsky Theaters in St. Petersburg. 2007 kam das Chefdirigat am London Symphony Orchestra hinzu. Mit diesem sorgte Gergiev für eine sinnliche Stimmung an einem wolkenbedeckten Abend in der Leine-Metropole.

Das Gastspiel im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums stand ganz im Zeichen französisch-russischer Programmatik. Den Auftakt machten die erotischen Fantasien im „Prélude à l‘après-midi d‘un faune“ und das rauschend-glitzernde Spiel der Wellen und (Klang-)Farben von „La Mer“, die das renommierte Orchester mit zarter Leidenschaft präsentierte. Nach den beiden Werken von Debussy folgte nach der Pause mit Stravinskys „Der Feuervogel“ ein weiteres Wechselspiel der Dynamik. Als Zugabe erklang der berühmte „Tanz der Ritter“ aus Prokofievs Ballet „Romeo und Julia“, der mit seinen punktierten, schweren Rhythmen inzwischen als quasi-sinfonisches Thema gilt. Gergiev, der das Monumentale liebt, verlangte hier seinen Musikern alles ab. Dementsprechend war die Begeisterung im Publikum groß.

Nach dem Konzert empfing der Maestro SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian in seiner Gardrobe. Die beiden unterhielten sich auch über Filmmusik: „2002 war mein Kinojahr! Ich spielte Klaus Badelts Soundtrack zu Kathryn Bigelows U-Boot-Thriller „K 19 - Showdown in der Tiefe“ ein und war dann als Dirigent in „Russian Ark“ , dem in einer einzigen Einstellung gedrehten Meisterwerks meines Freundes Alexander Sokurov, zu sehen.“ In diese Zeit fällt auch seine grandiose CD-Einspielung von Nikolai Rimsky-Korsakovs „Sheherazade“, die zu den Lieblingsinterpretationen des SPIRIT gehört. Gergiev gestand schmunzelnd: „Ich höre mir meine eigenen Aufnahmen nur bei der Abnahme an. Danach nie wieder! Ihre hohe Meinung zu dieser Einspielung ehrt mich. Sie muss wirklich gut sein...!“ Ein weiteres Thema war der kometenhafte Aufstieg von Opern-Diva Anna Netrebko, die Gergiev einst entdeckt und gefördert hatte: „Grüßen Sie Anna bitte von mir, wenn Sie sie wieder sehen!“ Für das gemeinsame Bild mit dem SPIRIT kämmte sich Gergiev vorher extra die Haare - er ist eben ein Mann mit Stil.
(Foto: Fortunova für www.spirit-fanzine.de)
 



Lessons in German: THE SPIRIT teaches Japanese Girl Band Shonen Knife

Hannover, 19. Mai 2010: Sie gelten als Japans härteste Girl-Punk-Band, aber sie könnten - zusammen mit Thee 50‘s High Teens (THE SPIRIT berichtete) - auch den Titel der liebreizendsten fernöstlichen Damen-Combo für sich beanspruchen: Shonen Knife existiert bereits seit 1991 und spielte 1993 gar im Vorprogramm von Nirvana. Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch Naoko Yamano übrig. Diese bat im Vorfeld des gefeierten Gigs im Café Glocksee den ruhelosen SPIRIT um eine Auffrischung ihrer Deutschkenntnisse. Und in der Tat beeindruckte die Sängerin und Gitarristin das zahlreich erschienene Publikum mit einer auch grammatikalisch fehlerfreien Ansage: „Guten Tag! Wir sind Shonen Knife aus Osaka in Japan!“ Nach einigen - mitunter durch tragische Umstände verursachte - Umbesetzungen (so starb Schlagzeugerin Mana Nishiura 2005 bei einem Autounfall) präsentierte Shonen Knife den von den Sixties and Seventies beeinflussten absolut lebensbejahenden Power-Pop mit gleich zwei aktuellen Alben („Super Group“ und „Freetime“) im Gepäck. Ebenfalls neu dabei die aus Kyoto stammende Profi-Drummerin Emi Morimoto, die sich besonders stark für die Oskar-Werner-Memorial-Edition von SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM interessierte. Beim Konzert in der Leinemetropole outete sich Naoko übrigens - welch Wunder! - als Scorpions-Fan. Unsere Bilder zeigen von links nach rechts Naoko Yamano, die beim Auftritt ihre Cleopatra-Mähne so herrlich - pardon: weiblich - schüttelnde Bassistin Ritsuko Taneda und Emi Morimoto (Foto: Marc Hairapetian for www.spirit-fanzine.de) sowie THE SPIRIT im Kreis seiner neuen Leserinnen (Fortunova für www.spirit-fanzine.de).
 

 
www.shonenknife.net      www.shonenknife.com
 


Beyond the sea: THE SPIRIT meets Le Grande Jacques Perrin

Berlin, 21. Februar 2010: Die Berlinale ist noch nicht ganz zu Ende und schon geht unverhofft ein lang gehegter Wunschtraum für den ruhelosen Geist in Erfüllung! Die Begegnung mit dem französischen Schauspieler, Regisseur und Produzenten Jacques Perrin („Das Mädchen mit dem leichten Gepäck“, „Mord im Fahrpreis inbegriffen“, „Z“, „Cinema Paradiso“) ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Kurz vor Interviewbeginn wird THE SPIRIT ein mit Meeresmuscheln gefülltes Fangnetz sowie ein Leinenbeutel mit Meeressalz überreicht. Der am 13. Juli 1941 in Paris geborene Perrin wirbt für seinen neuen Film „Unsere Ozeane“ (deutscher Kinostart am 25. Februar), der in seiner visuellen Schönheit sogar noch seinen großen Publikumserfolg „Nomaden der Lüfte“ in den Schatten stellt. Perrin, der mit seiner eigenen Produktionsfirma Galatée seit Ende der 1960er Jahre für politisches Kino mit künstlerischer Qualität steht, setzt sich diesmal für die vom Aussterben bedrohten Meeresbewohner ein. Rund um den Globus hat er Kamerateams zu Wasser gelassen. Diese durften „bezahlten Urlaub“ machen, wenn sie ihm emotionale Bilder aus der Unterseewelt bringen würden. Und in der Tat wird nach drei Jahren intensiver Filmerei ein magischer Moment eingefangen: Eine Walross-Mutter umarmt beim Schwimmen mit ihren kurzen Flossen ihr an der Brust kauerndes Baby! In den Fragmenten einer letztendlich verworfenen Spielfilmhandlung ist Perrin mit seinem zehnjährigen Sohn Lancelot zu sehen. Dieser fragt seinen Vater: „Was sind die Ozeane?“ Der Kreis schließt sich.
„Unsere Ozeane“ ist keine cineastische Dokumentation, sondern ein dokumentarisch anmutendes Kunstwerk voll realer Poesie! Lesen Sie demnächst das ausführliche Interview mit dem einstigen Teenagerschwarm Perrin exklusiv bei www.spirit-fanzine!
 
Das Foto von Jacques Perrin und SPIRIT-Ein-Lächeln-im-Sturm-Herausgeber Marc Hairapetian machte Peter Mattukat.
 


THE SPIRIT watches 3D and meets Jürgen Prochnow

Berlin, 14. Februar 2010: Beim traditionellen Nordmedia-Berlinale-Empfang feierten Schauspieler-Star Jürgen Prochnow („Das Boot“), Aminata und THE SPIRIT zusammen – mit und ohne 3D-Brillen. Fotos: Peter Mattukat für www.spirit-fanzine.de
 

 


SPIRIT-Berlinale-Vorfeier mit Mathieu Carrière und Roy Peter Link

Berlin, 10. Februar 2010: Eine kleine Berlinale-Vorfeier zelebrierten die Schauspieler Roy Peter Link und Mathieu Carrière mit SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian an der Bar des Festivalstützpunkts Grand-Hyatt-Berlin. Das Foto machte Peter Mattukat.
 


Goldene Kamera 2010: THE SPIRIT meets Richard Gere

Berlin, 31. Januar 2010: Bei der After-Show-Party der Goldenen Kamera versetzte Richard Gere, der als bester internationaler Schauspieler ausgezeichnet wurde, den ruhelosen Geist in Erstaunen: Nachdem sich Marc Hairapetian als Herausgeber des Film-, Theater-, Musik-, Literatur- und Hörspielmagazins SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM vorgestellt hatte, entgegnete der immer noch mit jugendlicher Ausstrahlung behaftete, mittlerweile 60jährige "American Gigolo"-Hauptdarsteller: "Ach, Sie sind das?! Ich habe Ihre hochinteressante Seite im Internet entdeckt!" Die beiden Hundefreunde Gere und Hairapetian sprachen desweiteren über die Treue eines Vierbeiners in der aktuellen Produktion "Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft" sowie "Das Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest", indem der stark sozial engagierte Akteur und bekennende Buddhist in deutschen Kinos ab 8. April als heruntergekommener Streifencop von einer bisher unbekannten Seite zu sehen ist.
 
Das Foto von Richard Gere und Marc Hairapetian machte Peter Mattukat.
 


Family Four - oder wie der SPIRIT zu Peter Hein und den Fehlfarben kam

Berlin, 13. Januar 2010: Nach dem viel zu frühen Tod von Rio Reiser, der dieser Tage 60 Jahre alt geworden wäre, gibt es nur noch einen wirklich guten Popsänger in Deutschland: Peter Hein alias Janie J. Jones. Ein sensibler Shouter, dessen "Stimme so entblösst klingt, als wenn er durch eine Gegensprechanlage" (Family-Five-Mitstreiter Xao Seffcheque über Hein) singen würde. Profitiert von Janies Charisma haben unter anderem Charley's Girls, Mittagspause, Fehlfarben, Camp Sophistos, Family Five (sic!) und die Parodie-Fake-Band Die Hitlers. Der gebürtige Düsseldorfer, der seit geraumer Zeit in Wien mit der Künstlerin Anna Meyer lebt, kennt den ruhelosen Geist in Gestalt von SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian schon seit 1985, als dieser noch ein halbes Kind war und zu Family-Five-Konzerten poggte. Deswegen wird NDW-Legende Peter Hein alias Janie J. Jones demnächst auch exklusiv für das Kulturmagazin SPIRIT -EIN LÄCHELN IM STURM www.spirit-fanzine.de den Text schreiben: "Wie der SPIRIT über uns kam!" Vorerst konnte man beim Wiedersehen im BKA-Theater in gelöster Runde über SPIRIT-Redaktionshund Hokis sowie die neue Fehlfarben-CD "Glücksmaschinen" plaudern. Kurz darauf rezitierte Hein sich selbst: Er gab Kostproben seiner zwischen geschärftem politischen Bewusstsein und persönlicher Befindlichkeit lavierenden Songtexte in Gedichtmanier (!) zum Besten und las aus seinem autobiographischen Wegbeschreibungen "Geht so". Die Begeisterung des Publikums war groß, das sich vor allem über Janies rheinisch gefärbte, im Stakkato vorgetragene Wortkaskaden amüsierte. Das Design für sein cooles Hemd stammt übrigens von Anna Meyer. Gut, wenn man nicht nur eine Muse, sondern auch eine wahre Künstlerin zur Freundin hat! Bis zum 27. Februar ist übrigens noch in der Galerie Antje Wachs (Charlottenstr. 3, 10969 Berlin) ihre Ausstellung "Weltensauger" zu sehen. Zu den weiteren Ehrengästen im BKA-Theater gehörten Fehlfarben-Bassist Michael Kemner und der ehemalige "Wahre Heino" Norbert Hähnel. 
  


Unser Gruppenfoto zeigt Punklegenden unter sich: Anna, Janie, THE SPIRIT and Joy - the new Family Four! (Foto: Peter Mattukat, der auch die Janie-Gesprächsporträts anfertigte)

Weitere Infos unter www.fehlfarben.com 

 

THE SPIRIT goes Shotokan Karate EM ESKA 2009!

Wels, 27. bis 29. November 2009: Im beschaulichen oberösterreichischen Städtchen Wels flogen anlässlich der ESKA 2009 gehörig die Fetzen: Die Shotokan Karate Europameisterschaft brachte in der BRP-Rotax-Halle spannende Wettkämpfe, denen sich auch der ruhelose SPIRIRT nicht entziehen konnte. Deutschland (sieben Goldmedallien) gewann die Nationenwertung knapp vor dem perfekten Gastgeberland Österreich (sechs Goldmedallien). Ein Verdienst vor allem von Österreichs Nationalcoach Ewald Roth, der die Veranstaltung mit "deutscher Disziplin und österreichischem Charme" plante und koordinierte. Das Schönste an der EM: Nach den Kämpfen lagen sich "Freund und Feind" in den Armen, so bei der "Sayonara"-Abschlussparty, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Die nächste EM findet in einem Jahr in Koblenz statt. Natürlich wird der SPIRIT wieder "adabei" sein!

Unsere Fotos zeigen:
 

THE SPIRIT is a Kumite Fighter (Foto: Christian Grüner)


THE SPIRIT fighs against the German National Team: Christian Grüner(Kumite), Kenichi Sato (Kata), Heinrich Leistenschneider (Kumite). Foto von Wladislaw Gumarow.


SPIRIT - Ein LÄCHELN IM STURM editor Marc Hairapetian, ESKA president Richard Poole and Austria Shotokan Karate National Coach Ewald Roth (photo: Stefan Mayr)


Carolina Almeida Gomes - the Elizabeth Taylor from Portugal and Winner Ladies Kata Junior Team (photo: Christian Grüner)

weitere Infos und Bilder unter www.em2009.com



Europa für den Elefantenmenschen - THE SPIRIT meets John Hurt

Braunschweig, 14./15. November 2009: Beim Filmfest in Braunschweig traf der ruhelose SPIRIT einen der größten lebenden Charakterdarsteller. John Hurt ("Alien", "Midnight Express", "1984") spielte Claudette James und SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber nicht nur Szenen aus seinem vermutlich besten Film "The Elephant Man" (GB 1980, Regie. David Lynch) vor, sondern "outete" sich auch als glühender Oskar-Werner-Bewunderer. Hurts Lieblingsfilm ist "Jules et Jim" (Frankreich 1961, Regie: Francois Truffaut) gefolgt von "Ship of Fools" (USA 1964/65, Regie: Stanley Kramer). Hurt erhielt in Braunschweig den Hauptpreis "Die Europa". Lesen Sie demnächst hier bei www.spirit-fanzine.de ein ausführliches Interview mit dem bescheidenen Weltstar.
 

Claudette James, John Hurt und Marc Hairapetian (Foto: Dirk Alper)


Claudette James und Marc Hairapetian (Foto: Frank Terhorst)



Gute Zeiten, bessere Zeiten für Sarah Tkotsch und den SPIRIT

Berlin, 12. November 2009: Sie gehört zu den talentiertesten deutschsprachigen Nachwuchsdarstellerinnen. Und mit 21 Jahren ist zudem ihre schauspielerische Bandbreite groß. Sarah Tkotsch ("Tatort", "Gute Zeiten, schlechte Zeiten") ist trotz ihrer Popularität "absolut auf dem Teppich geblieben". Ständig sucht sie neue künstloerische Herausforderungen. Lesen Sie demnächst ein ausführliches Interview mit dem zwischen Berlin und Wien pendelnden weiblichen Wirbelwind hier bei www.spirit-fanzine.de.
 

(Die Fotos von Sarah Tkotsch und Marc Hairapetian machte Peter Mattukat)
 

Brandauer/Hairapetian - zwei in Berlin

Berlin, 31. Oktober 2009: Zur Wiederaufführung des herausragenden Widerstandsepos' "Georg Elser - Einer aus Deutschland" (1989) trafen sich Hauptdarsteller/Regisseur Klaus Maria Brandauer und SPIRIT-EIN_LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian wieder. Neben Heldenmut und Herzenbildung sorgte vor allem Husky-Labrador Hokis (armenisch: "Meine Seele"), den "Brandy" immer wieder als "Prinz" bezeichnete, für Gesprächsstoff. Brandauer und Hairapetian kennen sich seit 1994. Der SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Redaktionshund hat seit 2002 das Herz des Weltstars erobert (siehe auch "News"-Fotos weiter unten).
 




Die aktuellen Bilder von Brandauer und Hairapetian stammen von Peter Mattukat.
 

Erotixxx 2009: Jana Bach kissing THE SPIRIT

Germany's most charming erotic actress Jana Bach and SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM editor 
Marc Hairapetian

 


(Erotixxx Award 2009, Estrel Berlin, October 16th, 2009, photo: Lisa Dodhybul for 
SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM)
 

„SPIRIT is love!“ Denzel Washington begeistert über SPIRIT – EIN LÄCHELN IM STURM

Berlin, 21. Juli 2009: Der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington („Glory“, „Training Day“) stellte im Berliner Hotel The Ritz-Carlton seinen neuesten Film „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ (Kinostart: 24. September 2009) vor. In dem von Tony Scott aufwändig inszenierten Remake des Joseph-Sargents-Klassikers „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ (1974) rettet Washington nun anstelle von Walter Matthau die gekidnappten Fahrgäste. Gegenspieler ist John Travolta, der auf den Spuren des unvergessenen Robert Shaw wandelt. Beim Einzelinterview verstanden sich Ausnahmedarsteller Denzel Washington und SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian auf Anhieb und waren schnell per Du. Dabei machte Denzel dem ruhelosen Geist ein großes Kompliment: „SPIRIT is love! Marc, man merkt, dass Du Dein SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Magazin mit Liebe machst. Und Liebe ist das Allerwichtigste! Herzlichen Glückwunsch zum 25jährigen Jubiläum“ Die geneigte Leserschaft kann ab Mitte September das exklusive Interview mit dem - neben Sidney Poitier - wohl bedeutendsten afroamerikanischen Schauspieler auf dieser Seite lesen: Darunter cineastische Hintergründe über die Karriere des mittlerweile 54 jährigen Filmstars, der nach wie vor am Theater hängt, aber auch Anekdoten über die Freundschaft von Denzel Washington und dem kürzlich verstorbenen Michael Jackson. Warum der Vegetarier Jackson nach einem gemeinsamen Abendessen bei Denzels Frau Hühnchenbrustfilet nachorderte, erfährt man also demnächst bei www.spirit-fanzine.de! 
 

(Denzel Washington reads THE SPIRIT, Foto: Marc Hairapetian)
 

Ein Faustkampf für Armenien

THE SPIRIT gratuliert Arthur Abraham direkt nach der WM-Titelverteidigung

Berlin, 27. Juni 2009: Nach seiner spektakulären Titelverteidigung gegen den couragierten Deutsch-Türken Mahir Oral wird IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham die Gewichtsklasse wechseln und in den USA den nächsten Fight austragen. Im Supermittel warten dort interessante Gegner auf ihn. SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian gratulierte seinem am 20. Februar 1980 in Eriwan als Awetik Abrahamjan geborenen armenischen Landsmann direkt am Ring zum Sieg. 30 Siege in 30 Profiboxkämpfen sind eine reife Leistung! Das Foto machte Arthurs Bruder Alexander.
 

www.arthur-abraham.de

 

 


 

A new star is born: Yuki Inomata meets THE SPIRIT

 

Eiszeit-Kino Berlin, 4. Juni 2009: Zur Premiere von Marie Miyayamas "Der rote Punkt" reiste Hauptdarstellerin Yuki Inomata extra aus Japan an. Die 1982 in Fukuoka geborene Aktrice, die mit 17 bereits ihr erstes Drehbuch schrieb ("17 sai - 17 Jahre alt") und 2006 als Regisseurin ihr eigenes Langfilmdebüt mit "Humoresque - sakasama no chou" gab, begeistert in dem cineastischen Kleinod in der Rolle der den Unfalltod ihrer japanischen Familie in Deutschland nachspürenden Aki mit zurückhaltend-charismatischen Spiel. Vom natürlichen Liebreiz der allumfassend gebildeten Künstlerin konnte sich der SPIRIT selbst überzeugen. Lieblingsschriftsteller Yukis ist der Wiener Arthur Schnitzler, favourisierter Regisseur Stanley Kubrick - selbstredend, dass sie trotz einiger kritischer Anmerkungen besonders "Eyes Wide Shut" (1999), die Verfilmung der "Traumnovelle", mag. Auch SPIRIT-Redaktionshund Hokis hat es Yuki besonders angetan. Ein baldiges Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen! Doch vorerst macht das bei Stardust Promotion unter Vertrag stehende Fotomodell eine Weltreise. Stationen sind unter anderem Innsbruck und die Modemetrople Paris. Sayonara, Yuki!

 


Yuki Inomata and THE SPIRIT

(Photo: Filmkomponist und Miyayama-Gatte Helmut Sinz)
 

 

Liberty! Unity! Democracy! THE SPIRIT meets Iris Berben again

 

Berlin, May 23th, 2009: Liberty! Unity! Democracy! THE SPIRIT meets Germany's most popular actress Iris Berben ("Supergirl", "Zwei himmlische Töchter", "Rosa Roth", "Gott schützt die Liebenden") at the 60th's anniversary celebrations of Federal Republic of Germany. She was reading at the Akadedemie der Künste (Academy of Arts near Brandeburger Gate) poems (better than her fellow actor Mario Adorf). Iris is also a great admirer of the all time favorite actor of THE SPIRIT: She told me that 35 years ago she wanted to make a film together with artistic genius Oskar Werner ("Decision Before Dawn", "Jules et Jim", "Ship of Fools", "Fahrenheit 451"/ November 13th, 1922 - October 23th, 1984). After the shooting of her newest film "Tiger-Team: Der Berg der 1000 Drachen" in Vietnam she will meet THE SPIRIT again. In the nearest future you will read the long interview with Iris Berben at www.spirit-fanzine.de!

 


SPIRIT – A SMILE IN THE STORM editor Marc Hairapetian
and Iris Berben (photo: Katja Kleuser)

www.irisberben.de

 

THE SPIRIT meets Tom Cruise again

 

Berlin, 20. Januar 2009: Nach ihrer ersten herzlichen Begegnung im Jahr 2004, bei der sie ausführlich über ihre Kinder redeten, trafen sich anlässlich der „Operation Walküre“-Deutschland-Premiere  Stauffenberg-Hauptdarsteller Tom Cruise und Spirit-Ein-Lächeln-im Sturm-Herausgeber Marc Hairapetian im Berliner Hotel de Rome wieder. Neben einer Diskussion über das deutsche Widerstandsepos aus us-amerikanischer Sicht erinnerten sie sich gemeinsam an ihren Lieblingsregisseur Stanley Kubrick (26. Juli 1928 – 7. März 1999), der Tom in der kongenialen Adaption von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ „Eyes Wide Shut“ (1999) bekanntlich zu einer der besten Leistungen seiner Leinwandkarriere führte. Das Foto machte übrigens Stauffenberg-Enkel Philipp von Schulthess, der in „Operation Walküre“ auch einen kleinen Auftritt hat.

 

 

 


 

Big in Japan: Yocci Ono and Marc Lennon

 

Vom 15. bis 18. Januar traf in Berlin Eurasien auf den Fernen Osten anlässlich der Asian Hot Shots 2009: THE SPIRIT was falling in love with Thee 50’s High Teens! Die vier Damen im Alter von 26 bis 30 Jahren aus dem idyllischen Fukuoka rockten bei ihrem ausverkauften Konzert anlässlich des Festivals for Film and Video Art das Haus respektive den Grünen Salon der Volksbühne. Der ruhelose Geist begleitete die bestgekleidete Garagepunk-Vampirband Japans durch die Stadt, wo auch Teile ihres neuen Albums aufgenommen wurden. Besonders angetan waren Thee 50’s High Teens von THE-SPIRIT-Redaktionshund Hokis, den sie mit ihren eigenen Kameras mehrfach filmten. So auch beim Spiel mit Husky-Hündin Luna. Yocci Ono & Marc Lennon teilen nicht nur die Bewunderung für Claudia Cardinale: A new partnership that opens doors all over the world (Foto: Tomo)! Auch sind darüber hinaus Nami (Gitarre/Gesang), Tomo (Gesang/Bass), Yocci (Keyboards, Gesang) und Sue (Schlagzeug, Gesang) - wie man sieht - von SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM begeistert! (Foto: Thee 50’s High Teens reading THE SPIRIT von Lisa Schröder)


 


And The SPIRIT meets also JAN HARLAN again

 

Während der Berlinale gab es auch ein Wiedersehen für den SPIRIT mit Jan Harlan, Stanley Kubricks Schwager und Executive Producer seit „A Clockwork Orange“ (1970/71). Beide kennen sich mittlerweile zehn Jahre. Harlan, der inzwischen selbst so wunderbare Dokumentationen wie „O Lucky Malcolm!“ (über „A Clockwork Orange“-Hauptdarsteller Malcom McDowell) oder „Dvorak... who?“ (mit der Jungen Philharmonie Elbe-Weser) gedreht hat, hielt am 14. Februar 2009 eine mitreißende Einführung zum Berlinale-Screening von „2001 – Odyssee im Weltraum“ (1965 – 68) im Rahmen der 70mm-Retrospektive im ausverkauften Kino International. Der ruhelose Geist und sein Sitznachbar Tom Tykwer, der sich nach der Promotionarbeit für „The International“ Kubricks Geniestreich „als ersten Film, den ich auf dieser Berlinale sehe“ gönnte, waren begeistert. Einen Tag später trafen sich SPIRIT-EIN-LÄCHELN-IM-STURM-Herausgeber Marc Hairapetian und Kubricks Nachlassverwalter Jan Harlan zu einem Spaziergang mit anschließenden Besuch im Vapiano am Potsdamer Platz, wo auch das gemeinsame Foto entstand. (Foto: U. Lady)

 

 

 


 

Hörspiel-Fans: Jessica Schwarz, Isabel Abedi & The SPIRIT

 

Berlin, 27. November 2008: Bei Hugendubel in Steglitz trafen sich Schauspielerin Jessica Schwarz  („Kammerflimmern“), Schriftstellerin Isabel Abedi („Whisper“) und SPIRIT-Ein-Lächeln-im-Sturm-Herausgeber Marc Hairapetian zum Gespräch. Adabei: Hokis von Husky-Labradorien. Demnächst erfährt die geneigte Leserschaft warum Jessica im Tonstudio Isabels spannende Big-Brother-im-Dschungel-Camp-AbrechnungIsola“ (Arena Verlag) als Audiobook eingelesen hat. Beide Damen sind übrigens große Hörspiel-Freundinnen! (Foto: Uwe Toelle)

 

 

 


Zehn Jahre Hokis, 104 Jahre Wanda Niemann!


Berlin/Hannover: Am 14. August 2008 feierte Spirit-Ein-Lächeln-im-Sturm-Redaktionshund Hokis (armenisch: Meine Seele) seinen zehnten Geburtstag. Unser Bild zeigt den Ruikuljan aller Husky-Labradore samt ruhelosen Geist und Mama Madel Mago Hairapetian anlässlich der Geburtstagfeier (Foto: Claudia Niemann).
Wir empfehlen der geneigten Leserschaft auch die brandneue Website:
www.myspace.com/HokisvonHuskyLabradorien
Genau einen Monat später, also am 14. September, wurde Wanda Niemann, des Spirits Großmutter,
104 Jahre jung! Geistig und körperlich zu aller Freude kerngesund ist sie bald die älteste Bürgerin des Landes
(Foto: Sabrina Safari). The SPIRIT loves you both!


 

Berlinale Orange

 

Berlin, 23. Februar 2008: Die 58. Berlinale war für den Geist, der  nicht stets verneint, ein großer Erfolg: Lesen Sie demnächst bei www.spirit-fanzine.de, dem Internetrauftritt von Marc Hairapetians Kulturmagazin Spirit – Ein Lächeln im Sturm, Interviews  mit den Aktricen Elsa Zylberstein, Diane Krüger und Valeria Golino, der Jungregisseurin Madonna sowie dem größten Bollywood-Star überhaupt, Mr. Shah Rukh Khan. In Kürze folgt ferner ein exklusives Gespräch mit Schauspieler-enfant-terrible Malcom McDowell („If…“, „Reise der Verdammten“, „Caligula“), der mit seiner Verkörperung des brutalen Bandenanführers und Beethoven-Bewunderers Alex De Large in Stanley Kubricks „Uhrwerk Orange“ (GB 1970/71) Filmgeschichte schrieb.

 

Elsa Zylberstein und der Spirit (Foto: Schwark)

Shah Rukh Khan  mit Spirit-Redaktionsassistentin Sabrina (Foto: Hairapetian)


 

 Eliette und der Hundekavalier

 

Berlin, 22. Januar 2008: Spirit-Redaktionshund Hokis eroberte das Herz von Herbert-von-Karajan-Witwe Eliette

(mit einem Lächeln) im Sturm! Als die große Liebe des unvergessenen Maestros, der am 5. April seinen 100. Geburtstag begehen würde,  im Kulturkaufhaus Dussmann ihr Buch „Mein Leben an seiner Seite“ (Ullstein Verlag) vorstellte,  fiel unser Lieblings-Husky-Labrador der Hundefreundin spontan in die Arme. Und dies auch zur Begeisterung von Karajans langjährigem Freund Ewald Markl und „Krieg und Frieden“-Regisseur Robert Dornhelm, der Ausschnitte aus seiner Filmdokumentation „Karajan oder Die Schönheit wie ich sie sehe“ vorstellte. Markl wusste übrigens dem ruhelosen Geist zu berichten, dass Herbert von Karajan keinem Geringeren als Schauspielergenius Oskar Wener ernsthaft die Rolle des singenden Grafen Danilo in Lehárs Operette „Der lustigen Witwe“ angeboten hätte: „Karajans Duzfreund war sehr berührt, lehnte aber ab mit den Worten: ‚Es gibt nur einen Danilo: Johannes Heesters.’“  Dafür hätte der “Unbestechliche“ allerdings kurz vor seinem Tod noch den Proben zu Karajans 1983/84er-Produktion des „Rosenkavaliers“ beigewohnt. Markl produzierte nicht nur mehrere Karajan-Einspielungen, sondern brachte auch die CD „Oskar Werner spricht Rainer Maria Rilke“ (Gig Records/Random House Audio) heraus. Unsere Bilder zeigen Eliette von Karajan und Hokis

(armenisch: „Meine Seele“) sowie beide mit Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian (Fotos: Schwark).


 

Die Drei !!!

The Spirit meets The Three Investigators

Berlin, 13. Januar 2008: Dass Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich weit mehr können als unseren "Europa"-Lieblingen Justus Jonas,
Peter Shaw und Bob Andrews ihre immer noch jugendlichen Stimmen zu leihen, dürfte der Hörspiel-Generation von 20 bis 40 längst bekannt sein.
Unsere Drei ??? sind im Synchron- und Audiobook-Bereich viel gefragt - sogar was das Regiefach anbelangt.
Im Fritzclub am Postbahnhof gaben Sie innerhalb ihrer "Lauscherlounge"-Tour ein viel umjubeltes Heimspiel,
bei dem sie "Geschichten über die Liebe" zum Besten gaben.
Die von sechs Musikern begleitete inszenierte Lesung enthielt Texte von Sophie Dahl (Tochter von Altmeister Roald Dahl),
Russel Banks und O. Henry. Am schönsten war die Interpretation von Andersens unsterblichen Märchen "Der standhafte Zinnsoldat" - stilecht hielt sie Andreas Fröhlich im Frack mit hoch getürmter Lockenpracht.
Lediglich die am Ende von Oliver Rohrbeck etwas zu schnell vorgetragenen Tucholsky-,
Fried- und Shakespeare-Liebesgedichte waren der einzige Wermutstropfen eines an ansonsten gelungenen Abends, so dass man Die Drei ??? getrost in Die Drei !!! umbenennen könnte.
Unser Foto zeigt nach der Show von links nach rechts Jens Wawrczeck,
Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian, Oliver Rohrbeck, "Die kleine Elfe" Sabrina Schwark und Andreas Fröhlich.


 

„Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.“

Friedrich II. der Große

„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“

Heinz Rühmann

Hokis sagt „Danke!“

Hannover, 6. Juni 2007: Spirit-Redaktionshund Hokis grüßt alle Freunde & Bekannten und sagt ganz lieb: „Wau!“ (übersetzt aus dem Husky-Labradorianischen: „Danke!“)

Foto: Dreiser


 

Gentlemen unter sich mit Damen

Schauspieler Alexander Sternberg und Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian, beide Erfinder der legendären Talkreihe "Gentlemen unter sich", mit den polnischen Damen vom Berliner Venus-Stand 2006. Sicherlich werden sie auch in diesem Jahr wieder für Furore sorgen!


 

Tanz den Krolok!

Roman Polanski meets the Spirit

Berlin, 10. 12. 2006: Professor Roman Polanski mit seinem Assistenten und Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian bei der Premiere des Grusicals "Tanz der Vampire" im Theater des Westens (Foto: Lilit Sargsyan). Und so kam das Gute in die Welt...

Mehr über die Begegnung des ruhelosen Geistes mit dem wohl bedeutendsten lebenden (Film-)Regisseur demnächst unter www.spirit-fanzine.de und www.hairapetian.de, den Internetauftritten des Film-, Theater-, Musik, Literatur- und Hörspielmagazin SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM.


 

Am Hofe König Arturs

 

Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian besucht Artur Brauner

 

Am 6. Oktober 2006 besuchte der ruhelose Spirit den trotz seiner mittlerweile 88 Jahre ungebrochen energiegeladenen Erfolgproduzenten Artur Brauner, der in diesen Tagen mit seiner Firma CCC-Film 60jähriges Jubiläum feiert, in seiner Villa im Berliner Grunewald. Lesen Sie demnächst hier das große Interview über diese einmalige Karriere: Ein Gespräch über Karl May und Edgar Wallace, die cineastische Erinnerung an den Holocaust und Brauners Vorhaben, einen Film über den türkischen Völkermord an den Armeniern zu machen, Gott und Glauben, Geschäftssinn und Kunstanspruch, Lieblingsstars wie Laurence Harvey („Er war der einzige Schauspieler, der mir jemals eine Cartier-Uhr geschenkt hat! Sie geht immer noch.“) und Oskar Werner („Er hatte die Klasse eines Montgomery Clift. Ich wollte ihn als ‚Peer Gynt’), seinen neuesten Film „Der letzte Zug“ (Kinostart 9. November) und die Auseinandersetzung mit Regisseur Joseph Vilsmaier. King Artur stimmte zu Beginn der herzlichen Begegnung ein armenisches Lied an und fand, dass der Spirit dem französischen Akteur Henri Vidal verblüffend ähnlich sieht, doch das sind Geschichten, die ein anderes Mal ausführlicher erzählt werden sollen...

 

Foto: Georg Meierotto


 

Oskar Werner

Von: "Filmmuseum-Tirol" waris@filmmuseum-tirol.at
Gesendet: 22.09.06 12:08:40
An: marc@spirit-fanzine.de
Betreff: Oskar Werner-Antje Weisgerber/Ausstellung "Das Filmatelier am See"

Sehr geehrter Herr Hairapetian,

 

gestatten Sie mir, mich Ihnen kurz vorzustellen.

 

Als künstlerische Leiterin des Vereins "Freundeskreis Filmmuseum Thiersee" habe ich in Thiersee (Tirol) die Ausstellung "Das Filmatelier am See - Thiersee und seine Filmgeschichte 1946 bis 1952" konzipiert und aufgebaut. Die Ausstellung zum 60. Jahrestag erinnert an die frühe österreichische Filmgeschichte.

In Thiersee (bei Kufstein) wurde 1946 der erste österreichische Nachkriegsfilm gedreht. In der Folgezeit entstanden im Thierseer Atelier insgesamt 18 Spielfilme . Viele bekannte Stars, darunter Oskar Werner, Hans Albers, Antje Weisgerber, Paula Wessely, Paul + Attila Hörbiger oder Curd Jürgens, standen in Thiersee vor der Kamera. Filme wie "Ein Lächeln im Sturm", "Blaubart", "The Wonderkid" und "Das doppelte Lottchen"  wurden im Thiersee Atelier realisiert.

 

Die genannte Ausstellung stieß bisher auf ein breites Echo und großes Interesse. Und so hat sich der Verein mittlerweile entschlossen, auch in den kommenden Jahren Ausstellungen mit Themenschwerpunkten sowohl zu den einzelnen Filmen, als auch zu einzelnen Schauspielern zu organisieren. 

Unser langfristiges Ziel ist der Aufbau eines "Museum für Tiroler Filmgeschichte".

 

Um die nächsten Ausstellungen vorzubereiten, recherchierte ich im Internet über Oskar Werner und entdeckte dabei Ihre web-site und auch ihren Artikel zum Tod von Antje Weisgerber, der "Sanften Königin". Ihre Worte haben mich sehr berührt und ergriffen.

Als Kind habe ich den Film "Das doppelte Lottchen", in dem Antje Weisgerber die Mutter Luiselotte spielt, gesehen. Schon damals hat mich die sanfte und warmherzige Ausstrahlung Antje Weisgerbers tief beeindruckt.

 

Für das kommende Jahr möchte ich eine Ausstellung über "Das doppelte Lottchen" in Thiersee organisieren. Dabei möchte ich jedoch nicht nur Erich Kästner, sein Buch und den Film würdigen, sondern gerade auch die einzelnen Darsteller und ihren Lebensweg.

In Ihrem Artikel schreiben Sie über die Beziehung zwischen Oskar Werner und Antje Weisgerber. Auch diese Beziehung wäre für die geplante Ausstellung ein wichtiges Element.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir mit Informationen über Antje Weisgerber weiter helfen könnten. Gibt es Unterlagen die ich einsehen könnte? Könnte ich über Sie vielleicht Kontakt zur Tochter Antje Weisgerbers bekommen?

 

Neben Antje Weisgerber wird natürlich auch Oskar Werners Leben demnächst ein Ausstellungsschwerpunkt sein, denn er war bei drei Filmen (The Wonderkid, Eroica + Ein Lächeln im Sturm) in Thiersee  engagiert. Und Oskar Werner scheint sich in Thiersee sehr wohl gefühlt zu haben. Der damaligen Kostümbildnerin Ella Scheele (sie kümmerte sich neben der Kostümschneiderei liebevoll um die Schauspieler..) schrieb er als Widmung: "Ich liebe dich beste Mutter Scheele und danke dir für alles". Dieses Bild schicke ich Ihnen als Anlage mit.

Ebenso füge ich zu Ihrer weiteren Information unseren Flyer bei.

 

Ich habe bereits nach Ihrem Buch über Oskar Werner, Genie zwischen Tag und Traum, gesucht, konnte es bisher jedoch leider nicht finden. Können Sie mit mitteilen, in welchem Verlag das Buch erschienen ist?

Auch ist mir aufgefallen, dass auf Ihrer web-site das Filmplakat von "Lächeln im Sturm" zu sehen ist. Bisher habe ich leider vergeblich danach gesucht. Wäre es möglich über Sie einen Nachdruck des Plakats zu erhalten?

 

Entschuldigen Sie, ich frage und frage...

Mir gehen so viele Ideen und Gedanken durch den Kopf. Ich würde mich so sehr freuen, wenn Sie mir vielleicht mit der einen oder anderen Information helfen könnten.

Vielleicht haben Sie ja auch Interesse sich unsere Ausstellung einmal anzuschauen?

Im Namen des Vereins würde ich Sie gerne dazu einladen!

 

Zur Zeit werden übrigens die Filme "The Wonderkid" und  "Das doppelte Lottchen" im Rahmen unser Ausstellung gezeigt.  Und gerade "The Wonderkid" mit dem jungen Oskar Werner begeistert unsere Zuschauer, ist doch den meisten Besuchern dieser Film nicht bekannt.

 

Sehr geehrter Herr Hairapetian, ich hoffe, ich habe Sie mit meiner langen mail nicht belästigt.

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und verbleibe für heute

 

mit herzlichen Grüßen nach Berlin!

Ihre Helma Türk

 

Freundeskreis Filmmuseum Thiersee

Helma Türk

Konzeption + künstlerische Leitung

mail:waris@filmmuseum-tirol.at

Tel.: 0049(0)8651-8429

mobil: 0049(0)1702650468


 

Unser Danilo

Der SPIRIT trifft die lebende Legende Johannes Heesters

 

Von Marc Hairapetian

Am 24. August 2006 war der mittlerweile 102 jährige Johannes Heesters sein eigener Ehrengast bei der Ausstellungseröffnung „Johannes Heesters – Auf den Spuren eines Phänomens“ in der Berliner Akademie der Künste. Zuvor wurden Ausschnitte aus dem Fernsehfilm „Sonny Boys“ (1982) gezeigt und Regisseur Rolf von Sydow hielt eine Laudatio auf seinen Jopie und den inzwischen verstorbenen Kollegen Carl-Heinz Schroth. Dann ließ es sich der am 5. Dezember 1903 im niederländischen Amersfoort geborene Heesters nicht nehmen, begleitet am Flügel von Uli Koffler, einige seiner großen Erfolge zu singen. Absolutes Highlight das Lied „Durch dich wird diese Welt erst schön“, das er seiner Gattin Simone Rethel-Heesters widmete. Mit dem Salonorchester Berlin gab er charmant und stimmgewaltig wie eh und je zwei weitere Stücke zum Besten. Anschließend fand in einem Salon der AdK eine interne Feier statt, bei der der ruhelose SPIRIT Gelegenheit hatte, sich ausführlich mit dem laut Guiness-Buch weltweit „ältesten aktiven“ Schauspieler und Sänger zu unterhalten. Auch privat immer unser Danilo (diese Paraderolle gab er im Lauf seiner Karriere über 1600 Mal auf der Bühne) rauchte Jopie dabei ganz entspannt zu nächtlicher Stunde ein paar Zigaretten. Geistig hellwach konnte man sich mit ihm über jedes Thema unterhalten, die Wiederkehr der Operette, die Karriere im III. Reich, aber auch über den von ihm bewunderten Schauspieler Oskar Werner ("Jules und Jim", „Das Narrenschiff“, 1922 - 1984). Beide korrespondierten miteinander. Der gesangsbegabte Oskar Werner schrieb ihm einst einen Brief, indem er ihn davon unterrichtete, dass er ein Angebot Herbert von Karajans ausgeschlagen hatte, den Grafen Danilo in Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ zu spielen, weil es nur einen, nämlich Heesters gäbe, dem diese Ehre gebühre. Heesters Tochter Nicole, die natürlich auch bei der Ausstellungseröffnung anwesend war und sich über und für ihren Vater freute („Er lässt mich immer noch Kind sein!“), hatte übrigens Ende der 1950er Jahre in Gert Westphals Hörspiel-Adaption von „Leonce & Lena“ mit Oskar Werner, Gertrud Kückelmann und Werner Krauß zusammengearbeitet.

Jopie, der 1941 in Begleitung von SS-Männern das KZ Dachau besuchen musste, aber unter Tränen beschwört dort nicht gesungen zu haben, bezeichnet sich selbst als „unpolitisch“. Dies mag für manches Ohr naiv klingen, doch sollte man bedenken, wie man als Künstler an seiner Stelle in einem totalitären Regime reagiert hätte. „Wäre ich nicht zu diesem KZ-Besuch mitgekommen, hätten die Nazis vielleicht zu mir gesagt: Gut, dann schläfst du diese Nacht auch hier.“ Sein Bedauern wirkt zumindest sehr ehrlich. Vielleicht hat sich Heldentenor Heesters damals nicht wie ein Held verhalten, doch hätte er es getan, wäre er jetzt vielleicht tot. Mit unpolitischen Haltung schadete er zumindest niemand. Es ist gewiss einfacher (und auch ungefährlicher), aus dem Exil (wie Thomas Mann) seine mahnende Stimme zu erheben. Wirkliche Zivilcourage kann auch anders aussehen: In diesem Zusammenhang sei an den expressionistischen Schriftsteller Armin T. Wegner erinnert, der als deutscher Sanitäter im verbündeten Osmanischen Reich Fotoaufnahmen vom türkischen Völkermord an den Armeniern machte und später Hitler in (!) Deutschland einen offenen Brief schrieb, indem er die Massaker an den Juden anprangerte. Dies brachte ihn ins KZ, das er wie durch ein Wunder überlebte.

Der charmante und liebenswürdige Jopie Heesters bestellte am Ende unserer Unterhaltung sogar herzliche Grüße an meine in Hannover lebende Großmutter Wanda Niemann, die am 21. September ebenfalls 102 Jahre JUNG wird, um sich dann um 2.30 Uhr in seine Hotelgemächer zu begeben.

Unser Gruppenbild zeigt Johannes Heesters, seine Frau Simone Rethel-Heesters, seinen Enkel und SPIRIT-Herausgeber Marc Hairapetian bei der Ausstellungseröffnung in der AdK (Foto: Mike Liebegott).

www.johannes-heesters.de


 

Der SPIRIT „Verliebt in Berlin“!

Cameo-Auftritte in den Folgen 354 und 370


Jules et Jim Foto: Kneif

Berlin, 14. August 2006 (zugleich achter Geburtstag von Redaktionshund Hokis): Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian wandelt mit kleinen Schritten auf den Spuren berühmter Vorbilder wie Laurence Harvey und Peter O’ Toole, die unentgeltlich als Überraschungsgäste in Filmen wie „F for Fake“ (1973) und „Casino Royale“ (1967) auftauchten. In zwei Rollen-Cameos erlebt der ruhelose Geist seine wundersame Wandlung vom Journalisten Krämer , der Lisa Plenske (Alexandra Neldel) bei einer Pressekonferenz in die Mangel nimmt, zum sich auf die Seite der intriganten Sophie von Brahmberg (Gabrielle Scharnitzky) schlagenden Aufsichtratmitglied Petian (sic!) .Wege zum Ruhm...

Folgen 354 und 370 der SAT1-Telenovela also nicht verpassen! Absoluter Trash de Luxe!

Selbstverständlich adabei: Alexander Sternberg. Lesen Sie demnächst das große Interview „Darum geht es“ mit dem Mann, der weit mehr kann, als nur den braven Max Petersen zu mimen.


 

          

Der Augenaufschlag einer Prinzessin

Spirit-Herausgeber Marc Hairapetian trifft Opernstar Anna Netrebko

Here is a singer who simply has it all: A voice of astounding purity, precision and scope, extensive dynamic and tonal range, imagination, insight and wit – all combined with a dazzling charisma that makes it all but impossible to look away when she is performing."

           - San Francisco Chronicle

Berlin, 6./7. Juli 2006 – eine Stadt im WM- und Netrebko-Fieber: Sie wandelte das Wirklichkeit gewordene Märchen vom Tellerwäscher, der zum Millionär wird, in ureigner Form um. Als Gesangsstudentin des Rimsky-Korsakov-Konservatoriums arbeitete sie Anfang der 1990er Jahre nebenbei als Putzfrau im Sankt Petersburger Mariinsky-Theater, um möglichst viel von der Probenarbeit Valerie Gergievs und seiner Künstler mitzubekommen. Sie sang schließlich dem Maestro vor – und nachdem sie 1993 den renommierten Michail-Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau gewonnen hatte, engagierte sie Gergiev. Die Rolle der Ludmilla in der Glinka-Oper „Ruslan und Ludmilla“ war ihr Durchbruch. Durch ein Gastspiel in San Francisco wurde man auch international auf sie aufmerksam. Jetzt ist Anna Netrebko die allseits umschwärmte Elizabeth Taylor der Oper - die schöne Sopranistin hat auf der Bühne zugleich eine schauspielerische Leuchtkraft wie sie in Jahrzehnten nur einmal hervorkommt. Privat ist sie eher schüchtern, was ihrem Liebreiz in keiner Weise abträglich wird, sondern diesen sogar verstärkt.

SPIRIT-Herausgeber Marc Hairapetian traf die am 18. September 1971 im russischen Krasnodar geborene Opernprinzessin bei der Eröffnung der Chopard-Filiale am Kurfürstendamm. Zu den weiteren Ehrengästen gehörte neben ihrem sich dezent im Hintergrund haltenden Manager Jeffrey D. Vanderveen der übrigens nur noch von einem einzigen Bodyguard begleitete Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. Doch wenden wir uns wieder der Jugend zu: Fast ungeschminkt und gekleidet von schlichter Eleganz übertraf die Netrebko den Glanz der vielen Juwelen, die sie umgaben. Wie ein kleines Mädchen machte sie dennoch große Kulleraugen als ihr vom Fachpersonal diverse sündhaft teure Kolliers und Armbänder gezeigt wurden. Doch was ist all dieser Schmuck dieser Welt gegenüber den kulturellen Gütern dieser Insel Erde?! Im Gespräch mit dem SPIRIT sprach sie über ihre Lieblingsliteratur (Bulgakows „Der Meister und Marguerita“), den favorisierten Film („Bram Storkers Dracula“) und ihre Lieblingsschauspielerin Vivien Leigh. Alle Filme mit ihr, bis auf den letzten, „Ship of Fools“ (USA 1964/65, Regie: Stanley Kramer), habe sie gesehen: „Ich habe viel von ihrem Auftritt im ‚Narrenschiff’ gehört. Auf meiner Liste der Filme, die ich noch anschauen möchte, ist er ganz oben.“ Schließlich handelte sich hierbei um ein bis heute unerreichtes Gipfeltreffen der Kinostars (neben Vivien Leigh waren unter anderem Oskar Werner, Simone Signoret, Lee Marvin und Heinz Rühmann in seinem einzigen Hollywood-Film mit von der Partie).

Ein Gipfeltreffen der Opernstars gab es einen Tag später in der Berliner Waldbühne: Flankiert von Altmeister Plácido Domingo und dem mexikanischen Heißspund Rolando Villazón sang sich die in eine rote Escada-Robe gehüllte und mit Chopard-Schmuck im Wert von angeblich 2,3 Millionen Euro dekorierte Diva des MTV-Zeitalters (Netrebko: „Diamonds are Girl’s Best Friend.“) in die Herzen der 20.000 Besucher des Konzerts (sowie der ca. 100 Millionen Fernseherzuschauer rund um den Globus). Zu den Höhepunkten der Höhepunkte dieses unvergesslichen Abends gehörten das Trinklied aus Verdis „La Traviata“, das auf poetische Weise kämpferische Credo „The Impossible Dream“ aus dem Erfolgs-Musical „Man of La Mancha“ und der Lehár-Klassiker „Dein ist mein ganzes Herz“, den das heißblütige Trio Infernale gleich zwei Mal darbot. Auch ohne die beiden Heldentenöre machte Anna Netrebko als Solistin eine gute Figur: Absolut sexy wie sie sich zu den Walzerklängen des Orchesters der Deutschen Oper (Dirigat: Marco Armiliato) in den Hüften wiegend einer weiteren, technisch äußerst anspruchsvollen Lehár-Arie hingab: Mit dunklem Sopran versprach sie „Meine Lippen, sie küssen so heiß.“ Dem ruhelosen Geist schenkte sie tags zuvor zumindest zum Abschied ein süßes Lächeln und einen bezaubernden Augenaufschlag... www.annanetrebko.com


 

Rebell und Gentleman: Maximilian Schell im Gespräch mit Marc Hairapetian.

Er ist ein wirklicher Weltstar ohne Allüren: Maximilian Schell. Am 11. und 12. Juni 2006 hatte SPIRIT-Herausgeber Marc Hairapetian die Ehre und das Vergnügen, zwei Tage mit dem Oscar-Preisträger (bester Hauptdarsteller des Jahres 1962 für seine Rolle des NS-Kriegsverbrecher-Strafverteidigers Hans Rolfe in Stanley Kramers „Judgment at Nuremberg“) beim Filmfest in Emden zu verbringen. Ob im Caféhaus, in der Kunsthalle, bei der Verleihung des Ehrenpreises der Emder Hafenwirtschaft oder einer gemeinsamen Bootsfahrt zum am Ufer gelegenen Domizil von Eske Nannen, der Witwe des ehemaligen „Stern“-Chefs: Der Gesprächsstoff ging Schell und Hairapetian nicht aus. Der SPIRIT lernte den vollkommen unarroganten und nach wie vor von wacher Intelligenz geleiteten, lebenshungrigen Künstler von seiner privaten Seite kennen. So blätterte er mit großem Interesse bei Kaffe und Kuchen minutenlang ein Fotoalbum mit Bildern von Hairapetians Tochter durch, lobte als jung gebliebener Charmeur alter Schule Anmut und Schönheit der bald siebenjährigen Ribana Siranoush sowie die Damenwahl des ruhelosen Geistes. Vor dem Fernseher fieberte er derart mit seinem Lieblings-Tennisspieler Roger Federer mit, dass er bei drohenden Satz-Verlusten eilig den Raum verließ, um kurze Zeit später wieder den Kopf einen Spalt durch die halb geöffnete Tür zu stecken und aufgeregt wie ein Teenager zu fragen: „Wie steht es?“

Lesen Sie demnächst bei www.spirit-fanzine.de das ausführliche Interview mit dem am 8. Dezember 1930 in Wien geborenen Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Menschenfreund über Karriere und Krisen, die schönen Lügen der Kunst, „Erste Liebe“, seine Schwester Maria, die Freundschaft zu „dem anderen Rebellen“ Oskar Werner („Meine Gefühle für ihn haben sich nach seinem Tod nicht verändert.“), die mögliche, aber leider nicht realisierte Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick („Ich hatte zwei Fans als Filmemacher: Fred Zinnemann und Stanley Kubrick“), ein Leben lang Hamlet, neue Projekte, Frauen und Kinder, die Unterschiede zwischen Österreich, Schweiz und Deutschland sowie die Begeisterung für Fußball und Gemälde.

Kurze Ausschnitte dieser Begegnung wurden übrigens am 14. Juni 2006 in Nina Ruges Sendung „Leute heute“ gezeigt. Alles war und wird gut...!

Foto1: Schlenker

Foto2: Hairapetian


 

The SPIRIT meets Thomas Kretschmann

Thomas Gottschalk nannte ihn nonchalant: „Unser Mann in Hollywood“. Er bewegte in Roman Polanskis Meisterwerk „Der Pianist“ (2001) als edler deutscher Offizier, der einem aus dem Warschauer Ghetto entflohenen Juden kurz vor Kriegsende das Leben rettet, das Publikum, um sich darauf durch den Dschungel der Dinosaurier und Monsteraffen auf „Skull Island“ in Peter Jacksons „King Kong“-Remake (2005) zu ballern. Thomas Kretschmann, der einst zur DDR-Schwimmsportelite gehörte und auf äußerst gefahrvolle Weise in den Westen flüchtete, ist einer der vielseitigsten Schauspieler seiner Generation. Nun schockiert der gebürtige Dessauer als Kannibale in „Rohtenburg“ (Start 9. März 2006) – angelehnt an den authentischen Fall des Armin Meiwes. In Kürze ist hier das ausführliche Interview mit Thomas Kretschmann, das der ruhelose SPIRIT am 15. Februar im Berliner Hotel Bristol Kempinski führte, zu lesen.

Foto. Moritz Thau


 

Ex-" German Miss World" Natascha Berg loves the SPIRIT

Bei der Goldenen-Kamera-Feier am 2. Februar 2006 in der Springer-Passage gehörte die Ex-"German Miss World" und jetztige RMTV-Moderatorin Natascha Berg zu den begeistertsten SPIRIT-Leserinnen.

 

 

 

 

 

 

Foto: Marc Hairapetian


 

Ein Herz und eine Seele: Elena & Hokis

Redaktions-Hund Hokis (armenisch: meine Seele) hat ein Herz für Kinder, ganz besonders für die sechsjährige SPIRIT-Tochter Ribana Siranoush und die neunjährige Mathieu-Carriere-Tochter Elena. Das Bild zeigt die beiden Spielkameraden Elena und Hokis beim letzten Hamburg-Besuch des ruhelosen Geists am 14. September 2005 (Foto: Marc Hairapetian)

Mehr Infos über Schauspieler-enfant-terrible Mathieu Carriere unter:
www.mathieu-carriere.com


 

Ein Sturm im Lächeln: Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeldt (Foto: Marc Hairapetian) hat nicht nur ein "Herz für Kinder", sondern auch für SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM (Foto: Marc Hairapetian). Wie der ruhelose Geist bei der Aftershow-Party am 17. Dezember
2005 in der Springer-Passage mit Schauspiel-Ikone Sharon Stone eine flotte Sohle aufs Parkett legte ist indes eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll...


 

Intelligent macht sexy

Spirit-Leserin Renee Pornero gewinnt E-Line Award

Berlin, 23. 10. 2005: Die Gewinnerin des im Rahmem der 9. Venus-Erotikmesse neu verliehenen E-Line Awards in der Kategorie "Best Female Performer Europe" ist die begeisterte SPIRIT-Leserin Renee Pornero. Demnächst wird in der Rubrik "Charts" die Film Top 20 der feschen Wienerin, auf die der Ausspruch "Intelligent macht sexy!"wahrlich zutrifft, veröffentlicht. Vorab verriet sie dem ruhelosen Geist zwei ihrer absoluten Lieblingsfilme:Terry Gilliams "Fear and Loathing in Las Vegas" und Federico Fellinis "Stadt der Frauen". Die ausgewiesene Cineastin plant übrigens in naher Zukunft ihren Ausstieg aus der Hardcore-Branche, um ins avantgardistische Kunstkino-Fach zu wechseln. Nicht nur der SPIRIT ist diesbezüglich sehr gespannt...!


 

The SPIRIT in der Liliput-Jury 2006 für die beste Synchronisation

Undotierter Preis wird bei der Berlinale vergeben

Pressemitteilung, 27. September 2005:

verband der
deutschen
filmkritik

Mitglied der FIPRESCI Fédération Internationale de la Presse Cinématographique
VdFk c/o Andrea Dittgen, Schillerplatz 16, 66111 Saarbrücken, Tel./Fax 0681-31506

Liebe Freunde,

nach unseren Aufruf, für den Verband in der Liliput-Jury mitzuwirken, haben wir zwei Mitglieder weitergemeldet: Marc Hairapetian und Elfriede Schmitt. Zur Erinnerung: Der Preis wird seit 2000 gemeinsam mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit (BfK) vergeben. Er ist undotiert, als Sachpreise gibt es Langenscheidt-Liliput-Wörterbücher. Er umfasst zurzeit drei Kategorien: beste Synchronisation, schlechteste Synchronisation, beste Untertitelung. Er wird bei der Berlinale überreicht – und wenn die Preisträger feststehen, werden wir sie auch allen mailen.

Herzliche Grüße
Andrea Dittgen


 

Armenische Augen

 

SPIRIT-Korrespondentin aus Jerewan: Lusine Bangoyan.

 

Jerewan, 7. August 2005: SPIRIT – EIN LÄCHELN IM STURM begrüßt eine neue Autorin! Die bezaubernde Lusine Bangoyan schreibt fortan nicht nur über kulturelle Ereignisse aus der armenischen Metropole, sondern wird in der Rubrik „poems“ auch eigene Gedichte veröffentlichen. Mit ihren klugen armenischen Augen, die von der Geburt über die fast komplette Zerstörung bis zur Wiederauferstehung ihres uralten Volkes wissen, betrachtet die 23jährige Studentin das Weltgeschehen. In ihrer Freizeit kümmert sich Lusine (was ins Deutsche übersetzt „Mond“ bedeutet) um Waisenkinder. Zu ihren Lieblingsschriftstellern zählen Franz Werfel, Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Jack London und der armenische Autor Parujr Sevak, der über die erste christliche Nation, die im Lauf der Geschichte immer wieder von der Herrschaftsansprüchen fremder, meist moslemischer Völker auserkoren worden ist, einst sagte: „Wir waren, wir sind und wir werden sein. Nichts kann uns vernichten.“ In diesem Sinn freut sich der ruhelose Geist auf zeitlose Beiträge!


 

Der Stoff, aus dem die Kinoträume sind

Kubrick-Ausstellung in Berlin

Von Marc Hairapetian

 

Am Abend des 19. Januar 2005 wurde im Berliner Martin-Gropius-Bau die bereits in Frankfurt am Main gezeigte Stanley-Kubrick-Ausstellung des Deutschen Filmmuseums von Ehrengast Christiane Kubrick eröffnet. Sie erzählte den zahlreich erschienenen Vertretern aus Politik, Kunst und Kultur, dass Stanley, der nie etwas wegschmiss, gerne einmal richtig aufgeräumt hätte: „Das hat nun das Deutsche Filmmuseum für ihn getan.“

 

Marc Hairapetian traf Katharina Kubrick (Berlin, 19. 1. 2005, Foto: Seehausen)

Während letztes Jahr in der Mainmetropole Requisiten, Kostüme, Plakate, Stand- und Privatfotos sowie Kameras, Objektive und Briefwechsel des unvergessenen Meisterregisseurs (26. Juni 1928 – 7. März 1928) auf gleich zwei Häuser (Deutsches Filmmuseum und Deutsches Architekturmuseum) verteilt wurden, was nebenbei gesagt, eine sensationelle Besucherschar von 54.000 Menschen anlockte, ist nun eine ganze Etage des Martin-Gropius-Baus für den gewaltigen Kubrick-Fundus bereit gestellt worden. Die räumliche Aufteilung ist anders als am Schaumainkaiufer, aber nicht minder beeindruckend. Fotografien, die den jungen Stanley Kubrick als smartes „wonderkid“ mit tiefblickenden, beinahe hypnotischen Augen aus der Bronx zeigen, das schon früh wusste, was es will, stehen im Wechsel mit den Bildreportagen für die Zeitschrift „Look“. Hier deutet sich bereits sein unnachahmliches visuelles Gespür für dramatische Szenen an. Auf einem Monitor wird in einer Dauerschleife die Schlusssequenz aus „Paths of Glory“ (1957) vorgeführt: Kubricks spätere Gattin Christiane, die sich damals noch Susanne Christian nannte, rührt hier als deutsche Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg die zuerst johlenden französischen Soldaten mit dem Lied vom „treuen Husaren“ zu Tränen. Die Wirkung dieser Szene ist auch auf heutige Betrachter nachhaltig.

Auf einer wandhohen Vergrößerung ist der damals 31jährige Stanley Kubrick während der Dreharbeiten zu „Spartacus“ (1960) auf einem Kamerakran über allen Schauspielern, Statisten und Stabmitgliedern thronend abgebildet. Paradoxer Weise war dies der einzige Film über den er nicht die Allgewalt hatte. Der finanzielle Erfolg und der Oscar-Segen machten ihn allerdings derart unabhängig, dass er fortan auch bei Filmgesellschaften wie MGM und Warner Brothers das Recht auf den „Directors Cut“ hatte. Den größten Platz nehmen die Exponate von Science-fiction-Geniestreich „2001 – A Space Odyssey“ (1965-68) ein. Neben der Original-„Star Child“-Puppe ist eine Rekonstruktion des Inneren von Bordcomputer HAL 9000 zu bewundern. Teile der Korova-Milchbar aus der Popart durchtränkten Tour de Force „A Clockwork Orange“ (1970/71) wurden nachgebaut: Der Schriftzug „Moloko velocet“ prangt an der Wand und die weißen Mädchen-Puppen dienen einem als Sitzfläche oder Trinkspender („Milch plus“ schießt bekanntlich im Film auf Hebeldruck aus den Brüsten der „Dewotschka“- Skulpturen hervor). An der Wand hängt das gute, alte Kostüm des jugendlichen Bandenführers Alex De Large, der von Malcom McDowell charmant-sardonisch interpretiert wurde. Die schwarze Melone und der hölzerne Spazier- und Schlagstock, mit denen der „Künstler in Aktion“ seine Opfer „tollschockt“ dürfen ebenso wenig fehlen. Sogar sein gläserner Plattenspieler, auf denen „Ober-Droog“ Alex vorderrangig Beethovens Sinfonien abspielt, um sich auf ein „dreckiges 30 gegen einen“ einzustimmen, steht in einer Vitrine.

Der „Born to Kill“-Helm mit dem Peace-Button aus dem Vietnam-Epos „Full Metal Jackett“ (1987) wird genauso ausgestellt wie die Triumph-Adler-Maschine aus dem Horror-Klassiker „The Shining“ (1979/80), auf der Jack Nicholson als wahnsinniger Schriftsteller in der schneebedeckten Einsamkeit des Overlook Hotels den ewig gleichen Satz tippt: „All work and no play make Jack a dull boy“ (deutsche Variante: „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“). Auch das an sich für die NASA konzipierte Zeiss-Objektiv, mit denen Kubrick die berühmten Kerzenschein-Aufnahmen – ohne zusätzliche künstliche Beleuchtungsquellen – im Historien-Drama „Barry Lyndon“ (1973-75) machte, entzieht sich nicht dem Blick des staunenden Betrachters Auf die Fotos der Kostümproben mit Johanna Ter Steege für „Aryan Papers“ (Kubrick brach die Vorbereitung für die Verfilmung von Louis BegleysWartime Lies“ kurzerhand ab, nachdem sein Kollege und Freund Steven Spielberg „Schindler’ List“ ins Kino brachte), folgen die venezianischen Masken aus seiner finalen Schnitzler-Adaption „Eyes Wide Shut“ (1999). Am eindrucksvollsten ist vielleicht der Raum, die dem unrealisierten Kubrick-Film „Napoleon“ gewidmet sind. Der Briefwechsel aus dem Jahr 1968 zwischen Stanley Kubrick und Oskar Werner, der als Bonaparte vorgesehen war, ist ebenso dokumentiert, wie ein genauer Drehplan (der Film hätte eine Länge von knapp vier Stunden gehabt), die umfangreiche „Napoleon“-Bibliothek Kubricks und ein großer Karteikasten, in dem der akribische Perfektionist unzählige Informationen über den französischen Herrscher und sein Umfeld sammelte. Weitere Rollen hätten Richard Burton, Peter O’Toole und Jean-Paul Belmondo übernehmen sollen. Es wäre vermutlich also der Film der Filme geworden. Auf ewig schade, dass Kubrick das Vorhaben fallen ließ, nachdem Sergej Bondartschuks „Waterloo“ dasselbige an den Kinokassen erlebte. Die Spekulationen über Kubricks „Napoleon“ bleiben. Sie sind der Stoff, aus dem für den Cineasten die Kinoträume gemacht sind.

„Berlin ist stolz auf Stanley Kubrick!“ begeisterte sich die Berliner Bürgermeisterin Karin Schubert. Zu recht. Es ist schon sehr ehrenvoll für den deutschen Kulturbetrieb, dass diese fantastische Schau zuerst in Frankfurt am Main und Berlin und nicht in Kubricks Geburtsstadt New York oder seiner späteren Heimat England präsentiert wird. Dazu Jan Harlan, Stanley Kubricks Executive Producer seit Anfang der 1970er Jahre: „Die Frankfurter vom Deutschen Filmmuseum haben sich nicht nur bemüht, sondern sind auch wirklich fähig und tüchtig, haben Geschmack und lieben das Kino.“ Dennoch würde er die Schau gerne auch im Museum of Modern ausgestellt wissen. Vielleicht gehört sie mit dem Gesamtwerk des unvergleichlichen Regisseurs bald zum Weltkulturerbe. Doch dies ist eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll.

 

Marc Hairapetian

 

 

Unter den Gästen der Ausstellungseröffnung am 19. Januar befanden sich Stanley Kubricks Witwe Christiane, Stanley Kubricks Executive Producer und „rechte Hand“ Jan Harlan, „Dr. Strangelove“- und „Barry Lyndon“-Production Designer Sir Kenneth Adam, mit Gattin Lady Letizia, Berlins Bürgermeisterin Karin Schubert, die Regisseure Volker Schlöndorff und Romuald Karmakar, Schauspielerin Maria Körber, „Der neunte Tag“-Hauptdarsteller Ulrich Matthes, Gerd von Hasslers Tochter Verena, Journalistin Wiebke Bruhns sowie Christiane Kubricks Tochter Katharina, die aus erster Ehe mit dem Schauspieler Werner Bruhns stammt, aber zum Großteil bei Stanley Kubrick aufwuchs.

 Die Kubrick-Ausstellung des Deutschen Filmmuseums ist in Kooperation mit dem Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek und mit Unterstützung durch die 55. Internationalen Filmfestspiele Berlin noch bis zum 11. April 2005 in der Bundeshauptstadt zu sehen. Der Martin-Gropius-Bau ist mittwochs bis montags von 10 bis 20 Uhr geöffnet, während der Berlinale wird die Ausstellung sogar die ganze Woche über zugänglich sein.

 

Briefentwurf von Stanley Kubrick an Oskar Werner

Begeisterte Antwort von Oskar Werner an Stanley Kubrick


 

Der SPIRIT ist tot - es lebe der SPIRIT!

Lauderdale Lakes (Florida), 5. Januar 2005: SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM, das Magazin für Film, Theater, Theater, Musik, Literatur und Hörspiel (www.spirit-fanzine.de) trauert um Will Eisner, den Schöpfer des legendären Comic-Detektivs THE SPIRIT. AM 2. Januar verstarb im Alter von 87 Jahren  der  Altmeister in Florida an den Folgen einer Bypass-Operation. Unvergeßlich ist SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM die persönliche Begegnung mit Eisner, der im Sommer 1989 für die Premiere des Films "Comicbook Confidential" die Raschplatz-Kinos in Hannover besuchte.  Der Tag stand unter dem Motto "The SPIRIT meets the SPIRIT".  Das ausführliche Interview mit dem Mann, der SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM schon bei der Titelgebung beeinflusste und "nebenbei" die Comic-Welt revolutionierte, erschien seinerzeit in der Printausgabe Nr. 14. Auszüge daraus - wie auch gemeinsame Fotos der beiden SPIRIT-Macher - findet der geneigte Leser demnächst bei www.spirit-fanzine.de.

 

Adieu, Will Eisner? Mitnichten, denn wie heißt es sowohl bei Eisner als auch auf unserer "Home"-Site?

 

"Während die letzte Bahn durch die schlafende Stadt rattert, jubelt die Unterwelt: 'Der SPIRIT ist tot!' Doch keine Bange, Sie werden sehen, dass selbst der Tod den SPIRIT nicht aufhalten kann."

In diesem Sinn: Der SPIRIT ist tot, es lebe der SPIRIT!"

 

Marc Hairapetian


 

Marc Hairapetian im neuen Kubrick-Buch zitiert

Berlin, 8. 12. 2004: Marc Hairapetian, Herausgeber von Spirit – Ein Lächeln im Sturm (www.spirit-fanzine.de / www.spirit-fanzine.com) wurde mehrfach in Geoffrey Cocks` soeben erschienenem Kubrick-Buch „The Wolf at the Door. Stanley Kubrick, History & the Holocaust“ (Peter Lang - New York/Washington, DC/Baltimore/Bern/Frankfurt am Main/Berlin/Brussels/Vienna/Oxford 2004) zitiert.. Auf die Interviews, die Hairapetian im Zeitraum von 1999 bis 2001 mit Kubricks Executive Producer Jan Harlan führte, wird auch im Literaturverzeichnis des lesenswerten Bandes, der die These vertritt, dass der Meisterregisseur sich in fast all seinen Werken indirekt mit dem Genozid an der jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich auseinandergesetzt hätte, hingewiesen. Eine englischsprachige Rezension von SPIRIT-Mitarbeiter Frank Noack findet der geneigte Leser unter „Reviews: Literatur“.

Apropos Kubrick: Die wunderbare Ausstellung aus Frankfurt am Main wandert im neuen Jahr nach Berlin. Ab 20. Januar 2005 ist sie im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Auch die im Februar stattfindende Berlinale steht mit der Retrospektive „Production Design“ ganz im Zeichen des größten Filmregisseurs, der je das Licht der Sonne erblickte. Der SPIRIT schlug dem im Filmmuseum Berlin arbeitenden„Retrospektive“-Team übrigens vor, „2001 – Odyssee im Weltraum“ –Astronaut Frank Poole alias Gary Lockwood nach Berlin einzuladen. Dieser bekundete nämlich großes Interesse, die Geburtstadt seiner Mutter wieder zu sehen. Doch nach anfänglichem Interesse, teilte das „Retrospektive“-Team mit, dass die Berlinale „ leider kein Budget“ dafür zur Verfügung stellen würde. Für jede Menge zweitklassige Filmemacher und Schauspieler scheint man es allerdings zu haben. Schade, eine verpasste Chance. Das Gary-Lockwood-Porträt des Spirit findet sich unter „Heroes: Gary Lockwood“, das ausführliche Gespräch mit Christiane Kubrick und Jan Harlan vom März 2004 ist unter „Interviews: C.Kubrick/J. Harlan“ abrufbar.


 

Happy birthday, Wanda, Ribana Siranoush & Ardavas!

Mitte September 2004 haben gleich drei wunderbare Menschen Geburtstag, die dem SPIRIT unendlich viel bedeuten: Am 14. September wird die in Hannover lebende Großmutter des ruhelosen Geistes sage und schreibe 100 Jahre jung! Wanda Niemann geht immer noch jeden Tag am Kanal spazieren und genießt im Anschluss daran die Sonnenstrahlen auf einer Parkbank. Eine große Feier wird ihr zu Ehren in Hannover ausgerichtet!

Zwei Tage später, am 16. September, wird nicht nur die Schauspielerin Lauren Bacall 80, sondern auch eine ganz besondere junge Dame fünf: Prinzessin Laetitia-Ribana Orsina Siranoush von und zu Tietzel. Sie geht jetzt schon in die Vorschule. Dein SPIRIT-Papa ist ganz stolz auf Dich, meine süße Tochter!

Last but not least begeht Ardavas Hairapetian am 19. September seinen 64. Ehrentag. Ohne Vater kein Sohn – ohne Dich, lieber Vasig, gäbe es mich - und somit auch den SPIRIT – nicht. Danke Dir ( und natürlich auch Mama Madel ) ! Unsere Herzen sind im Hochland von Haysatan!

Und nun ein drei mal dreifaches Salut auf meine drei speziellen Helden!!!


 

Burgtheater-Legende Elisabeth Kallina gestorben

Sie war die erste Frau von Weltstar Oskar Werner

Wien - Kammerschauspielerin Elisabeth Kallina ist am Donnerstag, den 2. September, im Alter von 94 Jahren in Wien gestorben. Das teilte das Burgtheater, an dem die zerbrechlich wirkende Akteurin mit dem sanften Blick in den 1940er Jahren große Erfolge feierte, am Freitag mit. Elisabeth Kallina war die erste Ehefrau von Ausnahmedarsteller und Weltstar Oskar Werner, mit dem sie eine Tochter (Eleonore) hatte. An der Burg spielte sie viele Jahre lang die wichtigsten Frauenrollen der Weltliteratur. Sie kam – wie der zwölf Jahre jüngere Werner – bereits mit 18 Jahren an Österreichs beste und berühmteste Spielstätte.
Zu ihren Antrittsrollen gehörten unter anderem Hebbels "Judith" und Schillers "Jungfrau von Orleans". Es sollten Lady Milford aus Schillers "Kabale und Liebe", Ismene aus Sophokles' "Antigone", Sittah in Lessings "Nathan der Weise", Meroe in Kleists "Penthesilea", Eucharis in Grillparzers "Sappho", aber auch Rollen in Werken von Nestroy, Raimund und
zeitgenössischen Autoren folgen. Besonders unvergesslich geriet 1945 im Akademietheater eine „Morgenfeier“ zum 70. Geburtstag des Dichterfürsten Rainer Maria Rilke, an der neben Elisabeth Kallina auch Oskar Werner, Raoul Aslan, Ewald Balser, Fred Liewehr, Felix Steinböck und Alma Seidler teilnahmen. In den letzten Kriegstagen desertierte der überzeugte Pazifist und Anti-Soldat Werner, der später in Filmen immer wieder das „andere Deutschland“ („Decsion Before Dawn“, „Der letzte Akt“, „Ship of Fools“) verkörperte, und versteckte sich mit seiner jüdischen Gattin und der kleinen Tochter im Wiener Wald. Nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes gelang dem Schauspielerpaar eine großartige Rückkehr zu den „Brettern, die für beide die Welt bedeuteten. Mit zwei Mutter-Figuren - als Frau des Meister Anton in Hebbels "Maria Magdalena" und als Heros Mutter in Grillparzers "Des Meeres und der Liebe Wellen" - zog sich Elisabeth Kallina von der Bühne zurück. Auch nach der Trennung von Oskar Werner Ende der 1940er Jahre blieb sie ihm eng verbunden. So besuchte sie ihn später mehrmals am Set seiner internationalen Triumphe, so auch in Rom, wo er den Part des progressiven Geistlichen David Telemond in „The Shoes of the Fisherman“ („In den Schuhen des Fischers“, USA, 1968) spielte. Mit seiner letzten Lebensabschnittsgefährtin Antje Weisgerber verband sie ebenfalls eine tiefe Freundschaft. Elisabeth Kallina war eine anmutige, fast engelsgleiche Erscheinung, die nicht nur auf der Bühne, sondern auch im privaten Umgang mit ihrer Liebenswürdigkeit die Menschen ans Herz rührte. Solch einen Frauen-Schauspielertypus – das absolute Gegenteil einer „femme fatale“ – gibt es heute leider nicht mehr.

Marc Hairapetian


 

, 1. September 2004

Liebe SPIRIT-Leser,

heute hatte ich eine unglaubliche Begegnung mit Tom Cruise im Berliner Meistersaal. Nach der PK zu "Collateral" schickte er seine Bodyguards weg, setzte sich 45 Minuten mit mir zusammen und diskutierte nicht nur über seine Karriere, sondern auch sehr offen über seinen Kontakt zur Kubrick-Familie, seine Kinder und weitere private Dinge. Besonders begeistert äußerte er sich über ein Foto meiner bald fünfjährigenTochter Ribana-Siranoush: "She is so beautiful!" Eine Reihe gemeinsamer Fotos enstand. Da er im nächsten Jahr in Berlin dreht, gibt es wohl ein Wiedersehen.

 

foto: bäumer


 

Wien/Berlin, 22. August 2004

Oskar Werners Grab in Triesen soll aufgelöst werden – laut Testament ist keine Rückkehr nach Wien für den „verlorenen Sohn“ möglich

Traurig, aber wahr: Das Grab von Oskar Werner soll im nächsten Jahr in Triesen/Liechtenstein aufgelöst werden. Liechtenstein scheint genauso bürokratisch und verbeamtet wie die Bundesrepublik Deutschland oder Österreich zu sein. Nun ist eine leidenschaftliche Diskussion unter der immer noch zahlreichen (und sogar wachsenden ) Admirantenschar des größten Menschendarstellers, der jemals das Licht dieser Welt erblickte, entbrannt, wohin seine sterblichen Überreste überführt werden sollen. So schreibt ein Wiener SPIRIT-Leser, der ungenannt bleiben möchte:

" Im ORF-Teletext steht übrigens, dass - o Wunder, jetzt sind die auch schon daraufgekommen - Oskars Grab bald aufgelöst wird. Unser Herr Kulturstadtrat hat angeboten, dass die sterblichen Überreste nach Wien überführt und hier in einem Ehrengrab beigesetzt werden. Aber - und jetzt kommt es - die Angehörigen haben abgelehnt!!! No na, das war ja Oskars letzter Wunsch, NICHT in Wien begraben zu werden, aber jetzt stehen seine Kinder Felix und Eleonore wieder als die "Bösen" da. Das ist doch eine Bagage! Nur weil sich ein Politiker um die Chance gebracht sieht, sich mit Oskar zu "schmücken". Die Überreste werden verbrannt, meiner Meinung nach sollte die Asche in alle Winde zerstreut werden."

Der SPIRIT meint, dass Oskar Werner nach seinem Tod nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Getreu der Aussage aus einem seiner größten Filmerfolge „Decision Before Dawn“ („Entscheidung vor Morgengrauen“, USA 1951) „Ein Mensch bleibt lebendig, solange man an ihn denkt“ , egal, ob dies nun in Wien, Triesen, Berlin, Zürich, Paris, Tel Aviv oder New York geschieht. Da der „Unbestechliche“ allerdings testamentarisch auf ein Ehrengrab in seiner Heimatstadt, mit der ihn eine regelrechte Hassliebe verband, verzichtete, sollte man diesen letzten Wunsch auch respektieren. Nichts anderes tun verständlicher Weise seine Angehörigen.

Am 23. Oktober jährt sich der Todestag des „Teixls“ zum 20. Mal. Nicht nur das Film-, Theater-, Musik-, Literatur- und Hörspielmagazin SPIRIT – EIN LÄCHELN IM STURM, dass Ironie des Schicksal in diesem Jahr sein 20jähriges Jubiläum feiert, gedenkt Oskar Werner, sondern natürlich auch die Oskar-Werner-Fanseiten im Internet:

www.oskarwerner.com und www.oskarwerner.de.vu

Marc Hairapetian


 

 

Meine Seele wird sechs - Happy birthday, heroe Hokis!

 

"Der Hund ist die Tugend, die sich nicht zum Menschen machen konnte."
Victor Hugo

SPIRIT-Redaktionshund und everybody`s darling Hokis (armenisch "Meine Seele") wird am Samstag, den 14. August 2004, sechs Jahre jung. Gefeiert wird mit dem Helden aller Kinder und besten Freund von Ribana-Siranoush in gelöster Stimmung am Berliner Schlachtensee. Gratulationen und Kauknochen sind erwünscht!
Der ständige Begleiter des ruhelosen Geistes, der schon bei Interviewterminen unter anderem die Herzen von Christiane Kubrick, Klaus Maria Brandauer, Sky Dumont und Hans Paetsch gewann, ist auf unseren Abbildungen mit der Schauspielerin Susan Anbeh ("French Kiss") zu sehen. Vielleicht gelingt dem schönsten Husky-Labrador unter der Sonne selbst bald der Sprung vom "Tier der Woche" der Berliner Morgenpost zum Hollywood-Star auf vier Pfoten. Wau!


 

Große Trauer um Sir Peter Ustinov / Porträt im SPIRIT-Archiv / Interview in SPIRIT Nr. 12
Liebe SPIRITisten, Trauer um Sir Peter Ustinov, der am letzten Sonntag 82jährig verstarb. Ende 2003 traf ich den äusserlich von der Krankheit gezeichneten und an den Rollstuhl gefesselten, geistig aber um so wacheren "Peter den Großen" bei der "Luther"-Premiere das letzte Mal und überreichte ihm SPIRIT Nr. 12 mit unserem ersten Interview aus dem Jahr 1991, an das er sich noch genau erinnern konnte. Seinerzeit begrüßte mich das Sprachentalent auf armenisch: "Inspez es?" ("Wie geht`s?").
Ein großer Künstler, umwerfender Komiker, liebenswürdiger Weltbürger und engagierter UNICEF-Botschafter, der nicht nur Kinderherzen im Sturm eroberte. Er hinterläßt eine Lücke in der kulturellen Welt, die nicht zu schließen ist. Es bleiben seine Bücher und Leinwandauftritte in "Quo Vadis?", "Lola Montez", "Der Hund, der Herr Bozzi hieß", "Spartacus", "Topkapi", "Tod auf dem Nil" und vor allem seine Regiearbeit "Billy Budd - Die Verdammten der Meere". Im "Archiv" von SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM findet sich unter www.spirit-fanzine.de / www.spirit-fanzine.com und www.hairapetian.de ein Porträt des Universalgenies. Herzlichst, Euer SPIRIT


 

Berlin, 6. 2. 2004

Liebe Freunde,

dank für Eure zahlreichen, lieben Wünsche!

Hatte einen tollen Geburtstag. Armin Mueller-Stahl gratulierte mir heute Nacht auf der Berlinaleparty als erster, dann Mona. Adabei: Der Wiener Regisseur Georg Tressler und Gattin, Schauspielerin Franziska Petri mit Agentin Wiebke Reed (erste Frau von Dean Reed) sowie Xao Seffcheque Superstar (Family Five).

Heute befragte ich in der Pressekonferenz Jack Nicholson. Er erzählte viel über Kubrick. Auf die Frage, welche Schauspieler, er selbst verehren würde und mit wem er gerne einmal gedreht hätte, sagte er wörtlich: "Margaret O´Brien, Wallace Beery and Oskar Werner. He was wonderful!"

Mehr demnächst bei www.spirit-fanzine.de unter "Reviews: Film". Dort findet Ihr auch unter "Reviews: Sonstiges" den brillanten Text von Frank Noack "Spätpubertäre Attacke gegen Väteraufbruch". Klickt gerne auch www.mb-team.de an.

Die Nicholson-PK läuft heute um 1.15 Uhr auf RBB Brandenburg und um 2.50 Uhr auf RBB
Berlin ungekürzt.

Gute Nacht, Freunde!
Herzlichst, Euer
Spirit Marc


Mueller-Stahl & THE SPIRIT (Foto:Bäumer)


 

„Preis der deutschen Filmkritik“: Der SPIRIT in der Jury für die „Beste Filmmusik“

Berlin, 11. Januar 2004

Beim diesjährigen „Preis der deutschen Filmkritik“ befindet sich der ruhelose SPIRIT Marc Hairapetian in der Jury für die „Beste Filmmusik“. Weitere Juroren sind Frank Noack und Francesco Tornabene. Nominiert sind diesmal die Komponisten Niki Reiser für „Das fliegende Klassenzimmer“ und Martin Todsharow für „Alter Affe Angst“. Der Preis wird am 29. Januar im Rahmen des „Max-Ophüls-Festivals“ in Saarbrücken verlieren.
Weitere Infos zum „Verband der deutschen Filmkritik“ unter www.filmkritiker.org.


 

Kannibalen in den Dschungel!

Völkerverständigung und Tiermord bei der RTL-Doku-Soap „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“

Von Marc Hairapetian

Das ist doch wahre Völkerverständigung: Ein Grieche ergattert in der australischen Wildnis die Camp-Krone und dankt aus ganzem Herzen dem deutschen Volk, das ihn auf den Thron gehievt hat! Der singende Urwald-Zorbas King Costa I. hat trotz Permanent-Make-ups mit seinem stoisch-sympathischen Naturell die Urwald-Krone vollauf verdient.
Die Freude über seinen Sieg wurde einem allerdings beim Sehen der ersten von drei finalen Dschungel-Prüfungen gehörig verlitten. Das Verspeisen von lebendigen Tieren als Fernsehunterhaltung zu zelebrieren, zeugt nicht nur von geistiger Armut, sondern auch von ethischer Ignoranz der Sendeanstalt. Das gilt ebenso für Kandidatin Lisa Fitz: Da nutzt es auch nichts, wenn sie sich vorher bei Maden und Ameisen entschuldigt. Das ist halt der Unterschied zwischen Mensch und Tier: Aus Spaß bringt kein Tier einen Menschen um.

Mein Vorschlag zur Quotensteigerung für die nächste Staffel:

Wehrte RTL-Verantwortliche,

gesellt zu Gerhard Schröder, Angela Merkel, Guido Westerwelle, Jürgen Trittin, Wolfgang Joop, Sandra Maischberger, Stefan Raab und Anoushka Renzi als "very special guest" den Kannibalen und neuen Medienstar Armin Meiwes. Da haben die Tiere garantiert nichts mehr zu befürchten. Dafür macht nachts keiner der Kandidaten ein Auge zu, und das aufgesetzt gehässige Moderatorenpärchen wird sich nicht mehr ohne beißsichere Stahl-Schutzanzüge ins Lager trauen!

Herzlichst, Ihr
Spirit Hairapetian


 

Franka Potentes Klassiker

Franka Potente rennt nicht vom deutschen zum internationalen Erfolg – sie sprintet. Nach der „Bourne Identity“ mit Matt Damon übernimmt die 29jährige in „Blueprint“ (Kinostart: 1. Januar 2003) gleich beide Hauptrollen: die der Starpianistin Iris Sellin und ihrer geklonten Tochter Siri.

1. Johann Pachelbel: Kanon & Gigue in D-Dur
2. Johann Sebastian Bach: (alle) Fugen
3. Richard Wagner: Rheingold
4. Giacomo Puccini: Tosca
5. Tomaso Giovanni Albinoni: Adagio in G-minor (Arr. Giazotto)

aufgezeichnet von Marc Hairapetian am 25.11.2003.


 

DER PLAN wird wieder gebraucht: Neue CD im Frühjahr 2004

Berlin, 23. 11. 2003: Deutschlands beste Avantgarde-Pop-Formation DER PLAN wird im Frühjahr 2004 nach fast einem Jahrzehnt musikalischer Abstinenz endlich wieder eine neue CD veröffentlichen. Frontmann und Neu-Berliner Moritz Rrr präsentierte dem ruhelosen SPIRIT und seinem treuen Begleiter, Husky-Labrador Hokis, in seinem Domizil am Südstern bei Kaffee und Kuchen neun neue Stücke, die nahtlos an Meisterwerke wie „Geri Reig“ (1979), Normalette Surprise“ (1981), „Die letzte Rache“ (1983), „Fette Jahre“ (1985), „Es ist eine fremde und seltsame Welt“ (1987) und „Die Peitsche des Lebens“ (1991) anknüpfen. Neben skurrilen Tanznummern gegen die sogar der legendäre „Gummitwist“ (1984) verblasst, ergreifen das Herz des Hörers futuristische Popperlen, die bei aller Melancholie stets einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont aufzeigen. Unterhaltsame Klänge des einstigen Düsseldorfer NDW-Flaggschiffs wider der stumpfen Spaßkultur! Der zu früh verstorbene Filmkomponist Francois de Roubaix („Die Abenteurer“, „Der Mann aus Marseille“, „Blut an den Lippen“) hätte seine wahre Freude daran gehabt.
Die beiden anderen Gründungsmitglieder Frank Fenstermacher und Kurt „Pyrolator“ Dahlke sind leider nicht mehr mit von der Partie, haben sie mit ihrem Atatak-Label und der Kollaboration mit den FEHLFARBEN doch genug um die Ohren... Moritz R, der zunächst den Gedanken hatte, den Ursprungsnamen WELTAUFSTANDSPLAN wieder aufleben zu lassen, wird diesmal musikalisch von diversen Berliner Elektronik-Spezialisten unterstützt. Das Artwork übernimmt der renommierte Maler, der u.a. Plattencover für Andreas Dorau, die Merricks und Depeche Mode beisteuerte, natürlich selbst. Der SPIRIT wird zum gegebenen Zeitpunkt ausführlich über den neuen PLAN berichten.

Spirit Hairapetian & Ruikuljan Hokis

Weitere Infos: http://www.moritzR.de


 

Gerd von Haßler zum 75.

Der Mann, der Kasperle, Seppl, König, Zauberer und Igel war

Gerd von Haßler (28. 8. 1928 –7. 1. 1989) war ein kultureller Tausendsassa: Er inszenierte mit sich selbst in den Hauptrollen die witzigsten Kasperle-Abenteuer der Hörspielhistorie, schrieb Seemannslieder, Filmkritiken sowie wissenschaftliche Bücher und gründete am Ende seines kurzen, aber turbulenten Lebens die „Gemeinnützige Gesellschaft zur Zukunftssicherung“. Für Tietzel, eine der größten Kasperle-Expertinnen unserer Tage, gehören „Kasperle ist wieder da: Wer kann den besten Pudding kochen?“ (Europa E 269) und „Kasperle und Seppl: Wie die Hexe den Zauberer verhext und der Kasper mit dem Hexenbesen zaubert.“ (Europa E 272) zu den „all time favourites“.

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Poetisches Pathos zwischen Traum und Wirklichkeit

All about „Marianne“ („Marianne de ma jeunesse“). Demnächst großes Michael-Verhoeven-Interview zum Hintergrund des Films.

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The SPIRIT beim Berliner Fotomarathon 2003

Berlin, 16. Juli 2003:

Der ruhelose
SPIRIT und sein ständiger Begleiter,
Redaktions-Husky-Labrador Hokis, stellten sich unentgeldlich für den
Berliner Fotomarathon 2003 zur Verfügung. Ein Foto von Nico Schütz,
dass "Herr und Hund" beim gemeinsamen (!) Schmökern in der
Hugendubel-Leseecke in den Arkaden am Potsdamer Platz zeigt, wird am
26. und 27. Juli in der Arena am Treptower Park zum Austellungsobjekt
der journalistischen Begierde. Weitere Infos unter: www.fotomarathon.de


 

The SPIRIT & Co. als Rothäute im Winnetou-Hörspiel „Satan & Ischariot

Winnetou strikes back: Konrad Halver (Foto), der einzig wahre Winnetou des deutschsprachigen Hörspiels, spricht zum ersten Mal seit über 25 Jahren wieder den edlen Häuptling der Apachen in der aufwendigen Adaption einer relativ unbekannten Karl-May-Wildwest-Geschichte: Die Aufnahmen zu „Satan & Ischariot“ fanden im Frühjahr 2003 in den Hamburger Graceland-Studios statt. Regie führte Konrad Halver wie in den legendären „Europa“- und „BASF“-Zeiten höchstpersönlich. Das Script schrieb Meike Anders, als Produzent fungierte wie auch bei der zuvor im Bamberger Karl-May-Verlag veröffentlichten Dreier-CD „Weihnacht“ Karl-Heinz Geisendorf. Die Besetzung ist hochkarätig: Bad Segebergs langjähriger „Old Shatterhand“ Joshy Peters intoniert mit männlich-markantem Timbre Winnetous Blutsbruder „Scharlih“. Als Edelschurken agieren Peer Augustinski und der auch aus zahlreichen Karl-May-Filmen bekannte Chris Howland (ausführliches SPIRIT-Interview mit „Heinrich Pumpernickel“ folgt in Kürze).

Für den ruhelosen SPIRIT erfüllte sich der langgehegte Wunschtraum, einmal in einem „Winnetou“-Hörspiel mitzuwirken: Zusammen mit Ntscho-tschi El-Khansa und SPIRIT-Grafik-Designer Manuel Behrendt übernahm er unentgeltlich diverse Indianer- und Siedlerrollen im Hintergrund des actiongeladenen Geschehens. Eine armenisch-arabisch-portugiesisch-deutsche Gemeinschaftsarbeit – das nennt man wohl Völkerverständigung! "Empor ins Reich der Edelmenschen": Bleib nicht hier unten, werde auch Edelmensch. Zu hören auf der demnächst erscheinenden „Satan und Ischariot“-Doppel-CD.
Weitere Infos unter
www.karl-may-hoerspiele.de.

Erscheint am 15. Juni 2003 bei MARITIM
www.maritim-produktionen.de


Marc Hairapetian


 

The SPIRIT als Mitautor von „Oskar Werner – Das Filmbuch“

Im Oktober 2002 erschien die ausführlich bebilderte Werkanalyse „Oskar Werner – Das Filmbuch“ (Hg. Raimund Fritz, Wien, Filmarchiv Austria 2002, 561 S., 369 Abb., ISBN-3-901932-19-4, Euro 24.90). Marc „SPIRITHairapetian trug dazu das 42seitige Kapitel „Blockbuster-Kino aus Hollywood: Oskar Werner in All-Star-Movies oder Ensemble-Filmen“ bei. Weitere Autoren, die sich mit der Film- und Fernseharbeit des „Unbestechlichen“ beschäftigen, der über 300 Rollen aus „Verrat am künstlerischen Geschmack“ ablehnte, sind Raimund Fritz. Günter Krenn, Ralf Schenk,, Helmut G. Asper, Daniel Kothenschulte, Ines Steiner, Johannes Kamps, Die Resonanz auf den lang erwarteten Band ist überwältigend. Direkt zu beziehen beim Filmarchiv Austria, Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien; Telefon: 0043 1 216300; E-Mail: augarten@filmarchiv.at


 

Kent Nagano im Gespräch mit dem SPIRIT

 

Kent Nagano gehört zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Der SPIRIT wurde vom Maestro in seiner Suite im Berliner Hotel Adlon empfangen. Der trotz seiner 51 Jahre immer noch sehr jugendlich wirkende US-Bürger japanischer Herkunft, spricht im demnächst erscheinenden Exklusivinterview über Karriere und Kommerz , Kunst und Konfessionen, Kinder und Klassik.


 

Hardy Krüger meets the SPIRIT

 

Er hat mit den Größten der Großen internationalen Regisseure gedreht, doch er ist stets mehr als nur ein hervorragender Schauspieler gewesen. Als „Weltenbummler“ bereiste der leidenschaftliche Pilot alle Kontinente. Noch heute setzt sich der Mann, der auch die Menschheit liebt, in seinen Büchern für die Flora und Fauna in bedrohten Regionen ein: Hardy Krüger wurde am 12. April 2003 - man glaubt es kaum - 75 Jahre jung. Der einstige optimistische Rebell des deutschen Nachkriegskinos macht sich selbst nicht viel aus eigenen Geburtstagen. Der waschechte Berliner ehrt lieber mit einer Flasche Champagner seine Mutter, denn „ohne sie gäbe es mich nicht“. Bei seiner Begegnung mit dem SPIRIT sprach der ebenfalls immer noch ruhelose Geist mit den hellwachen wasserblauen Augen über seine Zusammenarbeit mit Stanleys Kubrick und Stanley Kramer, das Zusammentreffen mit dem von ihm besonders verehrten Oskar Werner, die Nazi-Zeit, seinen Sohn, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist und seinen eigenen, in Frankreich gedrehten Lieblingsfilm, der hierzulande noch nicht zu sehen war.
Lesen Sie das große Hardy-Krüger-Interview von Marc Hairapetian.
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„Larry Brent“ zieht seine audiovisuelle Blutspur durch Deutschland

Berlin, 24. März 2003:

Nach den umjubelten „Drei ???“-Masters of Chess“-Auftritten im Herbst 2002 erwartet uns nun ein weiteres „Europa“-Spektakel: „Das schwarze Palais von Wien“. Pünktlich zum 25jährigen Jubiläum der Gruselkrimi-Reihe „Larry Brent“ startet heute in der deutschen Hörspiel-Hauptstadt Berlin die große Tournee des smarten Monsterbekämpfers. Die Columbiahalle in Tempelhof bildet ab 20 Uhr der Schauplatz für ein wohl bisher noch nie dagewesenes Multimedia-Veranstaltungskonzept: „Wir visualisieren zum ersten Mal ein Hörspiel für Erwachsene“, begeistert sich „Europa“-Produktmanagerin Hiltrud Fitzen. „Mit Bild-Projektionen, Lichtstimmungen und Surround-Effekten wird das Hörspiel auf den ganzen Raum ausgedehnt und erlebbar, als wäre der Zuschauer- und Zuhörer selbst mitten in der Handlung.“ Der SPIRIT begleitet einen prominenten Ehrengast zum Ort des Geschehens (und Erschauerns): „Hui Buh“-Vater Eberhard Alexander-Burgh. Im Anschluß an die Show wird der inzwischen 74jährige Autor, der die Skripte für so geniale Hörspieladaptionen wie „Moby Dick“, „Robin Hood“, „Die Prärie“ oder „Die Flusspiraten des Missisippi“ lieferte, im Publikum Autogramme schreiben. Eine ausführliche Tourkritik folgt.

Marc Hairapetian

Weitere Tourinfos unter http://www.natuerlichvoneuropa.de.


 

Berlin/Hamburg 20 März 2003

"Klassikradio"-Moderatorin Stefanie Drohner hatte um 16.10 Uhr folgende Stellungnahme des SPIRIT zum US-Angriff auf den Irak verlesen:

Ich bin müde.
Und wo ist Friede -
Ich weiß es nicht.
Noch ein Licht
- auch Liebe und Würde -
wäre mir Bürde.
Wo ist dann Friede?
Ich weiß es nicht.

Oskar Werner

Als ich heute Nacht gegen 0.30 Uhr einschlief, hatte ich vergessen, meine HiFi-Anlage auszuschalten. Um 6 Uhr wachte ich auf, als "Klassikradio" gerade mitteilte, dass die USA den Irak angegriffen hätten. Das war leider vorher zu sehen. Auch wenn Saddam Hussein ein Diktator ist, der schreckliche Morde auf dem Gewissen hat, halte ich das Muskelspielen von Präsident Bush für absolut falsch. Die USA sieht sich als Weltpolizei, doch dann sollte man sich auch nicht über das Ansinnen der Vereinten Nationen stellen. Ein Krieg bedeutet immer den Tod Unschuldiger. Wieviele irakische Zivilisten, darunter Kinder und Frauen, werden jetzt umkommen? Wird Bush demnächst auch den Iran, indem mein Vater lebt, angreifen? Ist meine dreieinhalbjährige Tochter Laetitia-Ribana in einer Stadt wie Berlin, die das Ziel von Vergeltungsanschlägen sein könnte, wirklich sicher? Diese Fragen beschäftigen mich, denn Gewalt schafft immer Gegengewalt.
Der Spirit verurteilt deshalb den US-Angriff auf den Irak.

Marc Hairapetian (Herausgeber SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM)


 

Der Spirit als Regieberater beim Brandauer-Hörspiel „Königshaut“

Vom 3. bis zum 8. März 2003 fand in den Hamburger Chameleon-Studios die Hörspielaufnahme zum Wolfsmehl-Drama „Königshaut“ mit Walter Schmidinger in der Titelrolle und Klaus Maria Brandauer als „Zeit“ statt. Adabei: Marc Hairapetian als Regieberater sowie der Rest der Spirit-Crew (Ntscho-tschi El-Khansa und Redaktionshund Hokis). Die moderne „Jedermann“-Variation wird demnächst als Doppel-CD erscheinen.

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Stanley Kubrick bei arte

 

Am 7. März 1999 starb im Alter von 70 Jahren der wohl bedeutendste Filmregisseur des letzten Jahrhunderts: Stanley Kubrick. Nicht nur der Spirit, sondern auch der Fernsehsender arte erinnert an den perfektionistischen Visionär. Bis Ende März läuft noch eine Kubrick-Hommage mit Meisterwerken wie „2001 – Odyssee im Weltraum“ (1965-68), „Uhrwerk Orange“ (1970/71) und – erstmals im pay-tv-freien Bereich – „Barry Lyndon“ (1973-75). Wo der ruhelose Geist ansonsten den Gang ins Kino empfiehlt, hat hier das Einschalten des Fernsehers bzw. das Einprogrammieren des Videorecorders Priorität.


 

"Benjamin Blümchen"-Autor Herzog gestorben

 

Berlin, 06.03.2003.
Im Alter von 64 Jahren ist Ulli Herzog gestorben, Regisseur und Autor für die Hörspielserien "Benjamin Blümchen", "Bibi Blocksberg" und "Bibi und Tina". Der Absolvent der Max-Reinhardt-Schauspielschule startete seine berufliche Laufbahn im Hörfunk Anfang der 60er Jahre als Nachrichten- und Programsprecher beim SFB. Von 1967 bis 1971 moderierte er hier die beliebte Jugensendung "s-f-beat".

Alle Informationen unter:
http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?&Nnr=129958&Biz=musicbiz


 

Völkermord und Völkerverständigung

 

Berlin, 12.02.2003:
„Ararat“, Atom Egoyans vielschichtige Reflexion über den türkischen Völkermord an den Armeniern, lief in der Berlinale-Sektion „Sondervorführungen“

Der türkische Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 - 1918 war der erste Holocaust des vergangenen Jahrhunderts. Er kostete mit über einer Million Opfern fast zwei Dritteln der größten christlichen Minderheit im damaligen Ottomanischen Reich das Leben. Was viele nicht wissen: Deutsche Soldaten, die bei ihrem türkischen Bündnispartner stationiert waren, sahen der Abschlachtung der Armenier tatenlos zu. Lediglich der junge Sanitäter und spätere Schriftsteller Armin T. Wegener fotografierte unter eigener Todesgefahr heimlich die Leichenberge der Deportationszüge. Adolf Hitler leitete 1939 bei einer Rundfunkrede die „Juden-Endlösung“ im II. Weltkrieg mit den Worten „Wer denkt noch an die Vernichtung der Armenier?“ ein. Während der Genozid an dem über 3000 Jahre alten, zwischen Okzident und Orient beheimateten Kulturvolk am Kaspischen Meer inzwischen von zahlreichen Ländern (darunter Frankreich, Argentinien, Griechenland und Russland) formal anerkannt wurde, verleugnet ihn die Türkei bis heute.
Die Zahl der Kinoproduktionen über die Verbrechen des NS-Regimes ist mannigfaltig, doch es gibt nur wenige Filme, die sich mit den Greueltaten der extrem rechtsgerichteten „Jungtürken“ um Atatürk, Talaat und Enver Pasha beschäftigten. Elia Kazans „Die Unbezwingbaren“ und Henri VerneuilsMayrig“ gehören dazu, doch blieben sie bei allen künstlerischen Qualitäten kommerziell ziemlich erfolglos. MGM plante bereits 1933 eine Adaption von Franz Werfels in Deutschland seinerzeit verbotenem Weltbestseller „Die 40 Tage des Musa Dagh“ doch kam sie aufgrund diplomatischer Interventionen der Türkei nie zu stande. Nun will der deutsche Produzent Ottokar Runze zusammen mit Milos Forman als Executive Producer das armenische Widerstandsepos auf die Leinwand bringen.
Auch Atom Egoyans „Ararat“, den die Berlinale-Festspielleitung in der Sektion „Sondervorführungen“ zeigte, thematisiert eine der „furchtbarsten Episoden in der ganzen Menschheitsgeschichte“ (Henry Morgenthau Sr., US-Botschafter im Ottomanischen Reich). Allerdings beschränkt sich der kanadische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor armenischer Abstammung nicht auf die bloße Nachstellung historischer Ereignisse eines Films im Films durch den von Charles Aznavour verkörperten Regisseur Edward Saroyan (dessen Name wiederum eine Anspielung auf Aznavours Figur in Truffauts „Schießen Sie auf den Pianisten“ ist), sondern reflektiert ähnlich wie zuvor „Calendar“ (1992) im hier und jetzt das armenische Trauma.
Mit fließenden Zeitübergängen schildert Egoyan die Geschichte zweier entfremdeter Familien in Kanada auf der Suche nach Versöhnung und Wahrheit. Geschickt pendelt dabei der Filmemacher, der in diesem Jahr auch die Präsidentschaft der Berlinale-Jury innehatte, zwischen Kammerspiel und Monumentalfilm. Obwohl er in der Rahmenhandlung die ganze Grausamkeit der Massaker in drastischen Bildern heraufbeschwört, verteufelt er nicht undifferenziert die Türkei. Der armenische Berg Ararat, an dem laut Bibel Noah mit seiner Arche am Ende der Sintflut gestrandet sein soll, dient ihm dabei als kraftvolles Symbol des Überlebenswillens eines Volkes, dessen Großteil sich trotz des kleinen, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts unabhängig gewordenen Staates immer noch in der Diaspora befindet. Die detailversessene Meditation über „die geistige Rolle, die die Kunst spielt bei dem Prozess des Ringens um Sinn und Sühne nach einem Völkermord“ (Egoyan) überzeugt auch durch seine geschlossene Ensembleleistung, bei der sich Altstars wie Charles Aznavour und Christopher Plummer, Egoyans Lebensgefährtin Arsinee Khanjiian sowie der 20jährige Kinodebütant David Alpay prächtig miteinander ergänzen.
„Ararat“ ist nicht nur ein Film, der das Berlinale-Publikum tief bewegte, sondern der in völkerverständigender Hinsicht tatsächlich auch etwas bewegte. Während der Pressekonferenz am 12. Februar im CinemaxX am Potsdamer Platz ergriff plötzlich ein türkischer Verleiher das Mikrofon, um zu verkünden, dass er den Film einkaufen und in der Türkei, einem Land, in der Menschenrechtsverletzungen leider immer noch an der Tagesordnung sind, zeigen wollte. Spontaner Beifall brannte auf. Egoyan, dessen Gesichtsausdruck Verblüffung, Freude und Rührung zugleich zeigte, nahm dann auch dankend die Einladung zu einem türkischen Berlinale-Empfang am selbem Abend an. Der deutsche Verleihstart von „Ararat“ steht übrigens noch nicht fest...

Marc Hairapetian